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… fertigt die BMW Group im Werk Regensburg einen neuen PKW. Diese unglaublich hohe Taktung konnten die 11. FOS-Klassen des Wirtschafts- und Technikzweiges live bestaunen, als sie im März im Rahmen der fachpraktischen Ausbildung dem Automobilhersteller einen Besuch abstatteten.

Während der zweistündigen Führung durch das Werk wurden die Schüler, die in vier Gruppen aufgeteilt wurden, von ehemaligen BMW-Mitarbeitern begleitet, die aufgrund ihrer jahrzehntelangen Arbeitserfahrung viel zu erzählen hatten.

Im Karosseriebau faszinierte die Schüler eine Armada aus orangefarbenen Roboterarmen, die, in Gruppenfertigung arrangiert, beständig im vorgegebenen Takt ihre Schweißpunkte setzten und so aus blechernen Einzelteilen größere Karosserieelemente produzierten. Mitarbeiter waren in diesem Fertigungsbereich kaum zu sehen, lediglich die Zuführung der Blechteile wurde noch von menschlichem Personal gesteuert.

Auch in der Lackiererei ist der Automatisierungsgrad so hoch, dass der Fertigungsprozess vollautomatisch abläuft. X1- und X2-Modelle passierten unsortiert hintereinander die Lackiererei und wurden nach der Grundierung den Kundenvorgaben gemäß in der jeweiligen Farbe lackiert. Selbst der Glanzlack als letzte Schicht konnte dank des Nass-in-Nass-Lackierungsverfahrens aufgetragen werden, bevor die vorherigen Schichten ausgehärtet waren. Beeindruckend war auch die Automatische Optische Inspektion, die durch ein KI-gesteuertes Belichtungsverfahren kleinste Unebenheiten in der Lackierung ausfindig macht und sofort ausbessert.

In der Montagehalle, wo kleine Transportroboter emsig hin- und herflitzten, konnten die Schüler die Entstehung der fertigen BMWs in den letzten Zügen bis zur Erstbetankung verfolgen. Da für die einzelnen Montageschritte Feinarbeit und Gespür besonders gefragt sind, wuselte es am laufenden Band von Fertigungsmitarbeitern. Beeindruckend an der Endmontage war nicht nur die meisterhafte Logistik der just-in-sequence-Produktion, sondern auch die sogenannte „Hochzeit“ – der Moment, in dem Motor, Getriebe und Fahrwerk in die Karosserie eingesetzt werden.

Ob es dann einmal später ein BMW werden soll, darüber diskutierten die Schüler bei der Rückfahrt. Auch wenn man dazu geteilter Meinung sein kann, so stand eines für alle fest: eine derart beeindruckende Fertigung hatte bisher noch keiner der Schüler live besichtigt.

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