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Projekte an der Beruflichen Oberschule Cham

„Aids ist immer noch unheilbar“

BegrüßungDie ReferentenPublikum KunstKunstKunst

Ende Oktober fand an der Beruflichen Oberschule Cham zum 20. Mal eine Präventionskampagne zum Thema Aids mit Ernst Häußinger und Wolfgang Rießelmann vom Gesundheitsamt statt.

Die Bekämpfung des HI-Virus und die Eindämmung von AIDS sind nach wie vor drängende weltweite Probleme. Auch in Deutschland steigt die Rate der HIV-Erstinfektionen trotz eines hohen Wissensstandes in der Bevölkerung wieder leicht an. In Deutschland gebe es rund 90.000 HIV-Positive und ca. 3.500 Neuinfektionen pro Jahr. Diese Entwicklung ist der Grund dafür, die AIDS-Prävention an den Schulen auch weiterhin nicht zu vernachlässigen. Zu einer entsprechenden Veranstaltung, die am Donnerstag vor den Herbstferien zum 20. Mal an der FOS/BOS Cham stattfand, konnte Studienrätin Margarete Kollmer den Aids-Kranken Ernst Häußinger sowie Wolfgang Rießelmann vom Gesundheitsamt Cham begrüßen.

Ernst Häußinger kam an die Berufliche Oberschule, um von seiner Erkrankung und seinem eigenen Umgang damit zu erzählen. Zunächst bedankte er sich für die herzliche Aufnahme und zeigte sich erfreut über die Solidaritätsschleife und die Regenbogenflagge, die sein Rednerpult schmückten. Im Rahmen einer kurzen Lesung reflektierte er seine Erfahrungen der letzten 32 Jahre. Ihm sei es wichtig, durch seine eigene Lebensgeschichte aufzuzeigen, wie er selbst Stigmatisierung und Diskriminierung erlebt hat. Nach dem Verlust seines Arbeitsplatzes am Theater war er am Boden zerstört und konnte erst durch seine Tätigkeit in der Aidshilfe wieder sein altes Selbstbewusstsein zurückgewinnen. Häußinger bedauerte auch eine neue Leichtsinnigkeit, die wieder zu steigenden Infektionszahlen führe, vor allem in Osteuropa, Afrika, China und Indien. Vor diesem Hintergrund gab er den Zuhörern noch einmal zu bedenken, dass Aids nach wie vor nicht heilbar ist.

Im zweiten Teil der Veranstaltung hatten die Schüler Gelegenheit, ihre Fragen an Ernst Häußinger auf kleine Postkarten zu notieren, die Wolfgang Rießelmann wieder einsammelte und anschließend vorlas. Auf diese Weise erfuhren die Zuhörer beispielsweise, wie sein Freundeskreis und seine Kollegen reagierten, als sie erfahren hatten, dass Häußinger HIV-positiv sei. Die verschiedenen Übertragungsmöglichkeiten erklärte Wolfgang Rieselmann sehr ausführlich. Außerdem wies er die Schüler darauf hin, dass man sich am Gesundheitsamt kostenlos und anonym auf HIV testen lassen kann.

22 Wanderer setzen das Thema „Gesundheit“ praktisch um

Wandern

Im Rahmen des Projekttages zu Beginn des Schuljahres setzten 22 Wanderer aus den 13. Klassen das Thema „Gesundheit“ praktisch um. Sie erkundeten bei herbstlichen Temperaturen mit ihren beiden Lehrern Martin Hof und Jürgen Kaufmann das Gebiet rund um den Großen Arber.
Vom Brennes aus startete die Gruppe zum Kleinen Arbersee - einem Moränensee aus der letzten Eiszeit. Vor allem die drei schwimmenden Inseln sind ein charakteristisches Zeichen dieses idyllisch gelegenen Sees. Danach folgte der lange und steile Anstieg hinauf zum Kleinen Arber. In der Chamer Hütte stärkten sich die Wanderer mit einem warmen Abendessen. Nach dieser Erholung war man für den Schlussanstieg hinauf zum Großen Arber gewappnet. Dort erreichte die Wandergruppe am Gipfel die Zwieseler Hütte und verbachte einen gemütlichen Abend in geselliger Runde.
Am nächsten Morgen gab es einen Wetterumschwung und der nasskalte böhmische Wind pfiff den Schülern um die Ohren. Deshalb entschied man sich für eine kürzere Abstiegsroute und war froh als der Parkplatz in Sicht war. Auch wenn das Wetter am zweiten Tag sich nicht mehr von seiner besten Seite zeigte, war die Veranstaltung dennoch für alle Teilnehmer ein sehr schönes Gemeinschaftserlebnis in der Natur.

Sinocur macht FOS-Schüler fit für das neue Schuljahr

Vortrag Kochen Kneipp

Bereits am zweiten Tag, nachdem die Schüler ihren Alltag wieder aufgenommen hatten, organisierte das Berufliche Schulzentrum Cham einen Gesundheitsprojekttag im Sinocur in Bad Kötzting. Geleitet wurde dieser von Prof. Dr. Erich Wühr in Zusammenarbeit mit StRin Margarete Kollmer.
Die rund 150 teilnehmenden Schüler konnten in elf verschiedenen Kursen die Angebote des Sinocur kennenlernen und Tipps für zu Hause mitnehmen. So begann der Tag für einige Schüler bereits mit einem gesunden Frühstück aus geriebenen Äpfeln und gekochten Haferflocken, während sich andere mit gesunden Smoothies auf der Basis von Spinat stärken konnten. Im Vortrag „Schlauer essen“ wurden für die Ernährung günstige Lebensmittel vorgestellt und jene thematisiert, die nicht so häufig konsumiert werden sollen. Zudem lernten die Zuhörer, man solle immer wieder Entlastungstage einlegen, an denen man primär Obst und Gemüse verzehrt. Im weiteren Verlauf konnte man bei Prof. Dr. Erich Wühr Einführungsvorträge zu Themen wie „Gesundheit und Krankheit“, „Wie unser Gehirn funktioniert“ oder „Heitere Gelassenheit“ anhören. Damit wurde das Verständnis für die Funktionsweisen des Körpers und des Gehirns gefördert. Zudem konnten die Schüler im 6-Minuten-Gehtest ihre Fitness überprüfen. Entspannungstechniken wie Qigong konnten ebenfalls getestet werden. Erste Übungen wie „die Wolken teilen“ machten die Schüler interessiert mit. So mancher suchte auch beim Kneippen nach Abwechslung und ließ sich erklären, dass man immer mit dem vom Herzen am weitesten entfernten Arm oder Bein zuerst in das kalte Wasser eintauchen sollte.
Die Schüler waren von diesem abwechslungsreichen Unterrichtstag begeistert. Einige interessierten sich daraufhin auch für den Weg zu einem der Gesundheitsberufe. Ab dem Schuljahr 2018/19 bietet die FOS/BOS Cham den neuen Zweig „Gesundheit“ an. Damit sind die Schüler bestens vorbereitet für eine Ausbildung oder ein Studium im Gesundheitsbereich, wie z. B. ein Medizinstudium. Nähere Informationen dazu gibt es unter diesem Link auf unserer Homepage sowie am Informationsabend am 18.01.2018 an der Beruflichen Oberschule Cham. Die Anmeldung für die neue Ausbildungsrichtung Gesundheit ist vom 26.02. – 09.03.2018 möglich. Für weitere Informationen (auch telefonisch) stehen Ihnen die Schulleitung und die Beratungslehrer Frau StDin Eisenhart und Herr OStR Martin Stauber gerne zur Verfügung (09971-8564-0).

FOS- und BOS-Schüler im Film „Suicide Club“

Im Kino Im Kino

Initiiert von der Erziehungsberatungsstelle besuchten die Klassen B 11TW, F 11Sa, F 11Ta und F 11Wa im Juli 2017 das Chamer Kino, um den Film „Suicide Club“ zu sehen.
In dem Film erscheinen fünf Menschen mit völlig unterschiedlichen Persönlichkeiten auf einem Hochhausdach, um gemeinsam in den Tod zu springen. Sie wissen nichts voneinander. Ihre einzige Gemeinsamkeit ist der geplante gemeinsame Suizid. Jedoch zwingt sie eine absurde Verkettung von Geschehnissen ihren Plan bis zum Abend aufzuschieben, während sie gemeinsam auf dem Dach festsitzen. So beginnen sie, sich miteinander zu beschäftigen und kommen ins Gespräch. Aus anfänglicher Distanz und Ablehnung entwickelt sich eine ungeahnte Gemeinschaft. Unerwartete Herausforderungen schweißen sie zusammen und sie beginnen, das Leben völlig neu zu entdecken. Empathisch verstehen und stützen sie sich gegenseitig bis ihnen der Suizid als Lösung ihrer Probleme abstrus erscheint. Die anschließende Diskussion des Filmes leiteten Frau Ortwein-Feiler von der Erziehungsberatungsstelle (EZB) und Herr Metz, der Mitproduzent des Werkes. Dieser gibt interessante Einblicke zur Entstehung des Films, den Dreharbeiten und Abänderungen des Drehbuchs. Die Leiterin der EZB verdeutlicht während der Gesprächsrunde den Umgang mit Krisensituationen verschiedenster Art und weist Bewältigungsmöglichkeiten und Hilfsangebote bei belastenden Lebenssituationen auf. So verlassen die Teilnehmer das Kino mit dem Appell einander gut zuzuhören und aufeinander zu achten.
Hilfe in Krisensituationen: Erziehungs-, Jugend- und Familienberatungsstelle Cham, www.eb-cham.de (externer Link)

Schüler der FOSBOS Cham für Lehramtsstudium begeistert

Gruppenfoto

In einer Informationsveranstaltung am beruflichen Schulzentrum Cham, die von Herrn Johann Bräu, stellvertretender Schulleiter, organisiert wurde, informierten Vertreter des Zentrums für Lehrerbildung und Fachdidaktik der Universität Passau über die Studienmöglichkeiten in Passau im Allgemeinen und über die Möglichkeiten und Anforderungen eines zeitgemäßen und professionellen Lehramtsstudiums im Besonderen.
Herr Bräu von der Schulleitung, der im Rahmen der Berufsfindungsmaßnahmen die Veranstaltung anmoderierte, wies die Schülerinnen und Schüler auf die aktuellen Herausforderungen an Schulen durch den Lehrermangel hin und gab insbesondere Hinweise, dass die Aufnahme eines Lehramtsstudiums unter gegenwärtiger Unterversorgung von Lehrkräften im Bereich von Grund- und Mittelschule eine durchaus lohnende berufliche Zukunftsperspektive wäre.
Herr Dr. Hans-Stefan Fuchs, Leiter des Praktikumsamts für Grund- und Mittelschule an der Universität Passau referierte über die Studienangebote und gab einen Einblick in die Vorzüge, die ein Studium an einer kleineren Universität hat, deren Campus, idyllisch gelegen am Inn, sich im Stadtkern befindet. Im Sinne der allgemeinen Studienberatung vermittelte der Geschäftsführer des Lehrerbildungszentrums Herr Florian Stelzer einen Einblick in die Aushängeschilder der Universität wie Jura, Informatik, Medien und Kommunikation oder Kulturwissenschaft.
Auffallend viele Abiturientinnen und Abiturienten interessierten sich für die Lehramtsstudiengänge in der Fächerkombination Mathematik und Informatik. In der zweiten Vortragshälfte, welche die verschiedenen Lehramts-Studiengänge schwerpunktmäßig beleuchtete, entstand eine rege Diskussion zu den Chancen und Entwicklungsmöglichkeiten, die unter gegenwärtigen Einstellungsbedingungen ein Lehramtsstudium bietet. Die Universität Passau steht für einen beispielhaften Theorie-Praxis-Bezug und deswegen wird in den Lehrveranstaltungen und Praktika auf ein entwicklungsfähiges Eignungspotenzial der Lehramtsstudierenden besonders Wert gelegt. Gerade in der reflexiven Lehrerbildung spielt Eignung und Neigung eine besondere Rolle in den Lehrveranstaltungen.
Als Lehrerbildungsuniversität des ostbayerischen Raumes will die Universität Passau v.a. unter dem Gesichtspunkt des gravierenden Lehrermangels im Bereich der Grund- und Mittelschulen ihren Beitrag leisten. Zum Abschluss meinte Herr Dr. Fuchs: „Ich würde mich sehr freuen, wenn ich möglichst viele von Ihnen in Passau bei der Anmeldung zu den schulpraktischen Studien bei mir am Praktikumsamt wiedersehen würde.“

Ein Grundrecht: Bildung und Ausbildung für alle Kinder

Gruppenfoto Kunst Kunst Rollstuhl

Am 29. Juni 2017 besuchten wir – die Klasse F11Sb gemeinsam mit der Kunsterzieherin Inge Steininger-Gottfried – am Vormittag die Bildungsstätte St. Gunther.
Die stellvertretende Schulleiterin Monika Frank informierte uns in Form eines Vortrages über die wichtigsten Fakten der Einrichtung wie Gründung, Aufteilung oder grundlegende Abläufe. Ein kurzer Film ergänzte das Ganze und fasste das Wichtigste noch einmal kurz zusammen. Abschließend bekamen wir eine Führung durch einige Räume der Bildungsstätte, zum Beispiel die Gruppenzimmer, die Werkräume für Ton- und Holzarbeiten, das Kunstatelier, die Küche und den Sportbereich.
Mit vielen neuen Eindrücken fuhren wir schließlich zur Schule zurück. Vor allem aber wurde uns deutlich vor Augen geführt, mit wie viel persönlichem Engagement und Freude am Lernen in dieser Einrichtung das Recht auf Bildung für alle Kinder – selbstverständlich auch für solche mit Handicap – tagtäglich verwirklicht wird.
(Inge Steininger-Gottfried, LAssin und Daniela Holzer, F 11Sb)

Pilsener Lehrerinnen hospitierten

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Die Berufliche Oberschule Cham pflegt inzwischen bereits mehr als 20 Jahre sehr gute Kontakte zu ihrer Partnerschule, der VOŠ a SPŠE, in Pilsen.
Im Rahmen dieser Schulpartnerschaft finden immer wieder auch Unterrichtsbesuche von Pilsener und Chamer Lehrern an der jeweils anderen Schule statt, um einen Einblick in die zum Teil doch recht verschiedenen Bildungssysteme zu erhalten. Vor kurzem besuchten die beiden Deutsch-Lehrerinnen Anna Ženíšková und Alena Šévlová die Berufliche Oberschule für zwei Tage, um bei ihren Chamer Kollegen im Unterricht zu hospitieren. Nach der Ankunft in Cham wurden die Gäste aus Tschechien von der Schulleiterin Barbara Dietzko herzlich begrüßt, bevor sie im Anschluss dann selbst wieder einmal die Schulbank drücken durften, indem sie beispielsweise am Unterricht in den Fächern Deutsch, Geschichte, Chemie und Religion teilnahmen. Großes Interesse zeigten die Hospitationsgäste auch für die Deutsch-Abschlussprüfung in Bayern, deren Vorbereitung in Anbetracht der bevorstehenden Abiturprüfung stark im Fokus stand. Neben der Inspiration für den eigenen Unterricht, die man sich bei solchen Unterrichtsbesuchen holen kann, erfolgte in den Pausen und Freistunden zwischen den Berufskollegen beider Länder immer wieder ein reger Austausch über schulische Belange, indem man sich gegenseitig von Erfahrungen berichtete und Fragen beantwortete. Darüber hinaus wurden weitere bevorstehende gemeinsame Aktivitäten zwischen den beiden Partnerschulen geplant: So steht demnächst beispielsweise eine Hospitation von Lehrern der FOSBOS Cham in Pilsen auf dem Programm sowie eine Exkursion der Fachschaften Geschichte und Sozialkunde gemeinsam mit den Kollegen aus Tschechien, die jährlich abwechselnd von einer der beiden Seiten organisiert wird.

Stadtrallye in Pilsen

Einführung Gruppenfoto Brauerei Quizauswertung StadtquizTeambesprechung

Am 10.05. machten sich 23 Schüler der Klasse F 11Sb der Beruflichen Oberschule Cham mit ihren Lehrern Martin Hof und Jürgen Kaufmann auf den Weg nach Pilsen. Die Chamer Schüler folgten der Einladung der tschechischen Partnerschule VOŠ a SPŠE Pilsen.
Bei Sonnenschein und angenehmen 19 Grad Celsius freuten sich die Schüler schon auf den Startschuss zur Stadtrallye. Diese wurde hervorragend geplant und durchgeführt von der Organisation „Tandem“. Die beiden Schulklassen wurden zunächst in gemischte deutsch-tschechische Kleingruppen eingeteilt. Nach einer kurzen Einführung erkundeten die Teams Europas Kulturhauptstadt von 2015. Die Kombination aus vielen interaktiven Elementen ermöglichte den Schülern zum einen die Stadt kennenzulernen und zum anderen wurde der Dialog zwischen den deutschen und tschechischen Schülern gefördert. Die Pilsner Schülergruppe beherrschte Grundkenntnisse der deutschen Sprache. Außerdem waren englische Unterhaltungen zu hören oder man versuchte sich mit nonverbalen Mitteln zu verständigen.
In den 90 Minuten konnten sehr viele Sehenswürdigkeiten der Stadt Pilsen besichtigt werden, wie z. B. der St. Bartholomäus-Dom als wertvollstes Kulturdenkmal in der Stadtmitte. Der 102,26 m hohe Turm der Kathedrale ist der höchste in der Tschechischen Republik. In Verbindung mit der Stadterkundung gab es einen kleinen Wettkampf in Form eines Stadtquiz. Auf die Siegergruppe wartete ein Preis mit Souvenirs von der viertgrößten Stadt Tschechiens.
Nach dem 1,5-stündigen Stadtspaziergang wurden die Schüler allmählich hungrig und die Reisegruppe nahm ihren zweiten Programmpunkt in Angriff, die Besichtigung des Geländes der Brauerei „Pilsner Urquell“. Dort angekommen stärkten sich zunächst die Schüler im Restaurant Na Splice mit typisch böhmischen und internationalen Speisen.
Diese grenzüberschreitende Aktivität war für viele Schüler der Anlass zum ersten Besuch der Stadt Pilsen. Sie fanden, dass diese zurecht vor zwei Jahren zu Europas Kulturhauptstadt ausgewählt wurde und freuen sich schon auf einen möglichen weiteren Besuch in der Zukunft.

„Wer ein Menschenleben rettet, der rettet die ganze Welt“ - Rassismus früher und heute zum Thema gemacht

Diskussion Zuhörer Gruppenbild Hr. Speiser Prof. Rosenberg Prof. Rosenberg Gruppenbild

Am vergangenen Mittwoch veranstaltete die FOSBOS Cham unter der Leitung von StRin Margarete Kollmer und LAssin Brigitte Schreiner einen Projekttag zum Thema Ausgrenzung und Fremdenfeindlichkeit. Finanziell unterstützt wurde die Veranstaltung vom Landratsamt Cham und der Friedrich-Ebert-Stiftung.
Nachdem das Thema Rassismus seinen festen Platz in den Lehrplänen der Fächer Geschichte und Sozialkunde hat, sollten nun die Schüler die Möglichkeit erhalten, selbst Experten zu befragen. Um den Bogen von der Geschichte in die heutige Zeit zu schlagen, konnte Prof. Erika Rosenberg-Band für einen Vortrag gewonnen werden. Sie war eine enge Vertraute von Emilie Schindler, der Frau von Oskar Schindler, der wohl vielen durch den amerikanischen Film „Schindlers Liste“ bekannt ist. Als Firmeninhaber konnte das Ehepaar weit mehr als tausend Menschen in der Zeit des Nationalsozialismus das Leben retten. In der Folge ist die argentinische Professorin, Schriftstellerin und Journalistin zu einer wichtigen Übermittlerin der Heldentaten von Oskar und Emilie Schindler geworden. Die Schüler konnten somit aus erster Hand die Hintergründe für die Rettung der vielen jüdischen und polnischen Zwangsarbeiter erfahren und ein Beispiel für Courage und Hilfsbereitschaft kennenlernen. Zu Beginn des Zweiten Weltkrieges erwarb Schindler eine Fabrik für Emaillewaren, wozu er sich Geld von den Nationalsozialisten und seinen Schwiegereltern lieh. Um an günstige Arbeitskräfte zu kommen, beschäftigte er Zwangsarbeiter. Als Emilie und ihm aber die schlechten Lebensbedingungen der Mitarbeiter in den Ghettos bewusst wurden, versuchte man mit kleinen Gesten wie einer zusätzlichen Suppe, die die Arbeiter in der Fabrik bekamen, deren Situation etwas zu verbessern. Schließlich schafften es die Schindlers sogar, dass ihre Arbeiter in der Firma wohnen durften, was eine besondere Leistung darstellte, da es das einzige Beispiel hierfür in der gesamten NS-Zeit war. Natürlich mussten für eine derartige Verbesserung der Lebenssituation der Zwangsarbeiter viele Bestechungsgelder fließen. Als das Schlagwort „Endlösung“ immer mehr von den NS-Funktionären zu hören war, beschloss Oskar Schindler eine Liste mit allen zum ihm gehörigen Arbeitern und deren Familienmitgliedern zu erstellen und diese Menschen mit in seine neue tschechische Fabrik zu nehmen. Hierfür musste er sehr viel Geld aufbringen. Denn nicht nur die Gelder an die NS-Funktionäre mussten fließen, sondern man brauchte auch eine hohe Summe an Reichsmark, um den Hunger der vielen Geretteten zu stillen. Insgesamt könne man laut Frau Prof. Rosenberg davon ausgehen, dass die letzten 2000 Tage der Rettung umgerechnet 26 Millionen Euro gekostet haben. Völlig verarmt seien die Schindlers nach dem Krieg gewesen, so die Schriftstellerin. Das Ehepaar wanderte 1949 mittels einer jüdischen Hilfsorganisation nach Argentinien aus, um dort einen Neubeginn zu wagen. Jedoch war ihnen damit kaum Erfolg beschieden und so ging Oskar Schindler nach einigen Jahren nach Deutschland zurück. So bleibt am Ende der Eindruck, dass der Zivilcourage, die beide gezeigt haben, als einziger Lohn die hohe moralische Leistung, über 1200 Menschenleben gerettet zu haben, gegenüberstehe, wenn auch sie selbst kaum Anerkennung in der deutschen Öffentlichkeit dafür geerntet haben. Doch wie Prof. Rosenberg am Ende ihres Vortrags sagte: „Wer ein Menschenleben rettet, der rettet die ganze Welt.“ Dieser Satz solle auch den Schülern in Erinnerung bleiben, denn es gebe keinen höheren Wert auf dieser Welt.
Im Anschluss wurde von den Schülern der Blick auf die heutigen rassistischen Entwicklungen in Deutschland gerichtet. Hierfür wurde durch Andreas Pregler, der im Landratsamt Cham auch für Jugendarbeit zuständig ist, der Kontakt zum Leiter der regionalen Beratungsstelle gegen Rechtsextremismus, Herrn Arno Speiser, vermittelt.
Zunächst stellte dieser sein Tätigkeitsfeld vor. Wenn sich im öffentlichen Raum rechtsextreme Auffälligkeiten wie Äußerungen o.ä. häufen, sei es in der Schule oder auch in Vereinen, dann könne man sich bei seiner Einrichtung Rat und Hilfe holen. Betroffenen oder auch den Familien der Rassisten wird somit eine Unterstützung im Umgang mit diesen zuteil. Deshalb solle man sich auch ruhig trauen, sich an die Organisation zu wenden, denn nur weil man einen Fall mit rassistischem Erscheinungsbild melde, heiße das nicht, dass automatisch die Polizei dabei involviert sei. Letzteres passiere nur, wenn tatsächlich ein Straftatbestand festgestellt werden könne. Generell ist in Deutschland sehr viel erlaubt und so beobachte der Verfassungsschutz nur die äußersten extremistischen Gruppierungen, alles was sich jedoch innerhalb der freiheitlichen demokratischen Grundordnung bewege, sei ok. Dazu gehören in der Regel auch die bekannten Stammtischparolen. Rassismus ist also nicht ein Straftatbestand an sich. So müsse man den Begriff auch näher betrachten. Eigentlich ist man bereits ein Rassist, wenn man eine soziale Gruppe bildet und auf eine andere Gruppe deutet. Es gebe sogar positiven Rassismus. So wird den Deutschen ganz gern so etwas wie Pünktlichkeit und Fleiß auf die Fahnen geschrieben. Insbesondere beim negativen Rassismus ist der Umgang mit den eigenen Vorurteilen wichtig. Wenn man bereit ist, diese zu überdenken bzw. auch nicht nach diesen Vorurteilen handelt, ist dies weitgehend unproblematisch. Es wird also erst jemand als Neonazi oder Rechtsextremist bezeichnet, wenn dieser seinen vorurteilsbehafteten Einstellungen auch Taten folgen lasse. Nach weiteren Betrachtungen zu den verschiedenen Erscheinungsformen des Rassismus ging der Experte für Rechtsextremismus auch auf die Organisationen ein, die sich an neonazistischen Ideen orientieren. Hierbei nannte er auch die Gruppierung „Der III. Weg“, die insbesondere im Landkreis Cham aktiv sei. Auch die „Identitäre Bewegung“ problematisierte er. Rechtsradikalismus zeige viele verschiedene Erscheinungsformen, so gebe es auch aktuell ein Magazin namens „Compact“ in den Supermärkten, das unter dem Deckmantel der Gesellschaftskritik bewusst rechtes Gedankengut streue. Leider fänden sich auch besonders im Sport bei den Vereinen immer wieder Fangruppierungen, denen ebenfalls rechter Aktionismus nicht allzu fern sei. In der Bundesliga seien nur zwei Vereine bereit, sich offiziell von der rechten Szene zu distanzieren, indem sie zur Auflage machen, dass man nicht Mitglied bei ihnen und zugleich in der rechten Szene aktiv sein könne.
Zur besonderen Vorsicht ermahnte der Referent die Schüler beim Umgang mit Facebook und Co. So werden hier einem Nutzer stets ähnliche Inhalte wie diese, auf die man bereits geklickt hat, vorgeschlagen, was dazu führe, dass jemand, der einmal aus Versehen oder mit Absicht einen rechtsextremen Artikel positiv bewertet hat, immer wieder solche Schlagzeilen präsentiert bekommt, was schließlich die eigene Wahrnehmung nachhaltig beeinflusse.
Nach den Ausführungen des Referenten kam seitens der Schüler die Anregung, dass man sich gerne gegen Rassismus einsetzen wolle und sie sich sehr für das Projekt „Schule ohne Rassismus“ interessieren, welches vom Bezirksjugendring der Oberpfalz in unserem Bereich koordiniert wird. Dies wird nun in der SMV der Schule näher diskutiert und gegebenenfalls auf den Weg gebracht. Im Nachgespräch zwischen Schülern und Referenten erschien der Bogen vom Rassismus im Nationalsozialismus zum Rassismus heute auf gelungene Weise geschlagen und so bleibt ein hoffnungsvolles Gefühl, dass man mit den Vorträgen den Schülern einen Denkanstoß mitgegeben hat.

FOS-Schüler machen Praktikum in Pilsen

Gruppenbild

Leben und Arbeiten im Ausland sind zunehmend Teil unserer globalisierten Welt. Daher ermöglicht es die Berufliche Oberschule Cham seit dem aktuellen Schuljahr interessierten Schülerinnen und Schülern der 11. Klassen der Fachoberschule, drei Wochen des Praktikums der 11. Klasse im Ausland zu absolvieren. Vier Schüler der F 11Wb und F 11Sc nutzten die sehr guten Kontakte zur Partnerschule SPŠE/VOŠ in Pilsen, um drei Wochen in Tschechien Erfahrungen in der Arbeitswelt zu sammeln.
Zwar waren die Praktikanten im Internat, das zur Schule gehört, untergebracht, doch anstatt tagsüber die Schulbank zu drücken, wechselten die jungen FOS-Schüler auf die Lehrerseite und gestalteten den Englisch- und Deutschunterricht der tschechischen Gastgeberschule mit. Sogar ein eigenes kleines Lehrerzimmer wurde den Praktikanten von der Schule zur Verfügung gestellt, in das sie ihre deutschen Lehrer, als diese sie zum obligatorischen Praktikumsbesuch trafen, stolz einluden.
Als in Deutschland lebende Jugendliche berichteten sie in den Klassen unter anderem vom deutschen Schulsystem und verglichen es mit dem des Gastlandes. Außerdem brachten sie den tschechischen Schülern und Stundeten die deutsche und bayerische Kultur näher und konnten im Austausch dafür in ihrer Freizeit vielfältige Erfahrungen in der westböhmischen Stadt sammeln, wobei die jungen Europäer erheblich von den Kontakten, die sie zu den dortigen Schülern und Studenten knüpfen konnten, profitierten.
Zum Abschluss des Praktikums hielten die Chamer FOS-Schüler eine gelungene Präsentation über ihren Aufenthalt und bedankten sich für die sehr gute Betreuung und herzliche Aufnahme im europäischen Nachbarland mit kleinen Präsenten bei der Betreuungslehrerin Frau Anna Ženíšková und der Schulleiterin der Partnerschule SPŠE/VOŠ Pilsen.
Da dieser Aufenthalt von Schüler- wie von Lehrerseite aus ein großer Erfolg war, sollen im kommenden Schuljahr Schüler und Schülerinnen der Staatlichen Fachoberschule Cham die Möglichkeit haben, einen Teil des Praktikums neben Pilsen auch in Dänemark zu absolvieren.

Bei fast 40 Prozent Studienabbrechern: Studien- und Berufsorientierung umso wichtiger

Schüler Schüler beim Test

Freiwillig und aus eigenem Antrieb heraus haben inzwischen zwei Schülergruppen der Beruflichen Oberschule Cham jeweils einen Nachmittag geopfert, um sich in über drei Zeitstunden einem intensivem Testverfahren zur Studien- und Berufsorientierung zu unterziehen.
Die Studien- und Berufswahl ist eine große Chance und zugleich eine schwierige Entscheidung, die gut vorbereitet werden sollte. Die Zahl der Studierenden in Deutschland ist so hoch wie noch nie, aber auch die Zahl der Studienabbrecher mit mittlerweile fast 40 Prozent. Entsprechend sollte die Entscheidung gut vorbereitet werden, indem beispielsweise die eigenen Interessen und Fähigkeiten richtig eingeschätzt werden. Konkrete Hilfestellung können Testverfahren liefern, die auf ein klares Selbstbild der individuellen Stärken und Ziele verweisen. Seit über 25 Jahren unterstützt das geva-Institut die Schüler bei ihrer Berufs- und Studienfindung, über zwei Millionen Jugendliche und junge Erwachsenen haben bereits an einem geva-Test teilgenommen. StD Leonhard Schmidbauer, Schulbeauftragter für die Fachpraktische Ausbildung an der Beruflichen Oberschule Cham, konnte nun für 25 Freiwillige einen Gratis-Test „Studium und Beruf“ organisieren. Normalerweise ist der Test kostenpflichtig, denn hinter geva steckt eine psychologische Unternehmensberatung und ein diagnostisches Institut.
Inzwischen haben sich zwei FOS-BOS-Kleingruppen jeweils an einem Nachmittag den drei Testteilen Leistungsfähigkeit („Was kann ich?“), Schlüsselqualifikationen („Wie bin ich?“) und Berufliche Motivation („Was will ich“) unterzogen und nach etwa zwei Wochen eine anonyme, 10- bis 20seitige Testauswertung erhalten – mit konkreten Vorschlägen für passende Studiengänge, Ausbildungen und Berufswege sowie ihren Schlüsselqualifikationen und beruflichen Interessen bzw. Leistungen. Die Schüler wissen nun auch, in welchen Bereichen sie sich überschätzt bzw. unterschätzt haben und wie sie sich von anderen Testteilnehmern unterscheiden. Zur besseren Bewertung der Ergebnisse werden den Schülern ihre Selbsteinschätzung und ihre Leistungen gegenübergestellt. Außerdem durchliefen die Schüler allein durch ihre Testteilnahme eine praxisnahe Vorbereitung auf Auswahlverfahren und Vorstellungsgespräche in Hochschulen und Unternehmen.
Keine Frage, dieser intensive Test ist eine gute Starthilfe, aber die Studien- und Berufswahl ist insgesamt ein langer Prozess. Schulleistungen, Hobbys, Erfahrungen aus Praktika und Gespräche mit möglichen Vorbildern können und sollten weitere Grundlagen für eine tragfähige Entscheidung liefern. Denn nur wer einen Beruf findet, in dem er sich wohl fühlt und seine Stärken ausspielen kann, wird langfristig Erfolg haben und zufrieden bleiben.

Karriereberater der Bundeswehr bei vier elften FOS-Klassen

Oberleutnant Neumeier an der FOS Oberleutnant Neumeier an der FOS

„Nicht jeder trägt Uniform“: Über die vielfältigen Möglichkeiten bei der Bundeswehr, ob beruflich oder in Form eines Studiums, wurden vier 11. Klassen der Staatlichen Fachoberschule Cham durch Oberleutnant Markus Neumeier von der Karriereberatung der Bundeswehr in Regensburg informiert.
Im Rahmen der fachpraktischen Ausbildung konnten sich jeweils zwei elfte Klassen der Ausbildungsrichtungen Technik bzw. Wirtschaft/Verwaltung ein Bild vom „Arbeitgeber Bundeswehr“ machen. So besteht im zivilen Bereich beispielsweise Bedarf an Diplom-Verwaltungswirten, die im gehobenen nichttechnischen Verwaltungsdienst (3. Qualifizierungsebene) als Bundesbeamte weder eine militärische Ausbildung erhalten noch verpflichtend in den Auslandeinsatz entsandt werden können, wobei eine grundsätzliche Bereitschaft vorhanden sein muss. „Sie tragen auch keine Uniform“, so Oberleutnant Neumeier.
Vorgestellt wurde vom Karriereberatungsoffizier aber ebenso die Attraktivität des Zeit- und Berufssoldaten mit vielseitigen und verantwortungsvollen militärischen Tätigkeiten, gesichertem Arbeitsverhältnis, finanzieller Absicherung und medizinischer Versorgung. Auch Frauen in den Streitkräften sind seit über einem Jahrzehnt eine Alltäglichkeit. Der Frauenanteil beträgt inzwischen rund 12 Prozent; „sie genießen die gleiche Bezahlung und auch die gleichen Aufstiegschancen wie die Männer“. Aber: „Die Frauen in den Streitkräften müssen genauso in den Auslandseinsatz“. Das Berufsbild des Soldaten umfasst natürlich den Dienst an der Waffe, Auslandseinsätze mit der Gefahr von Tod und Verwundung sowie Mobilitätsbereitschaft. Oberleutnant Neumeier stellte die verschiedenen Laufbahnen bei der Bundeswehr, die allgemeinen Einstellungsvoraussetzungen und die Eignungsfeststellung vor. Insgesamt hat die Bundeswehr rund 40 Ausbildungsberufe bzw. 25 Studiengänge zu bieten. Alle Abschlüsse werden in der freien Wirtschaft voll anerkannt. Und: Egal ob Berufsausbildung oder Studium – bei der Bundeswehr wird von Anfang an das volle Gehalt bezahlt. Der Vereinbarkeit von Familie und Dienst wird inzwischen auch bei der Bundeswehr großer Stellenwert eingeräumt.
Zwei- bis dreimal im Monat bietet die Bundeswehr-Karriereberatung Regensburg auch vor Ort im Landratsamt Cham individuelle Beratungstermine an. StD Leonhard Schmidbauer bedankte sich im Namen der Schule beim Referenten für das Kommen und die kurzweilige sowie interessante Gestaltung recht herzlich. „Es war eine ehrliche Darstellung von Vor- und Nachteilen des Arbeitgebers Bundeswehr“, so Schmidbauer etwa mit Verweis auf die Auslandseinsätze inklusive Dienst an der Waffe und gefallene Soldaten oder die Ferne zur Heimat mit Einschränkungen von sozialen Kontakten zu eigener Familie und bisherigen Freunden.

Die „noname AG“ räumt beim Planspiel Börse ab

Die „noname AG“ mit Schülern von der F 12Wb „Illuminati Confirmed“ mit Schülern von der F 12Wb Die Gruppe „Bavaria Cardinals“ Team fresher than you Die besten 10 Teams auf Landkreisebene

Die Gewinner des diesjährigen Wettbewerbs „Planspiel Börse“ stehen fest: Mit einem Depotwert von 56.771,56 € landete das Team „noname AG“ von der Fachoberschule ganz oben auf dem Siegertreppchen. Drei weitere Teams unserer Schule belegten Plätze unter den zehn besten Spielgruppen des Landkreises.
Beim Panspiel Börse geht es darum, den teilnehmenden Schülern Wirtschaftswissen zu vermitteln und sie für den Umgang mit Geld zu sensibilisieren. Gut der Hälfte der über 100 Spielgruppen aus dem Landkreis Cham gelang es, ihr eingesetztes Kapital zu vermehren, während die anderen Teams die Erfahrung machen mussten, dass man an der Börse auch Geld verlieren kann.
Besonderes Geschick bewies die „noname AG“ mit Schülern von der F 12Wb, die mit ihren 50.000,00 € Startkapital innerhalb von sechs Wochen eine Traum-Rendite von über 13 Prozent erwirtschafteten. Die Spielgruppe belegte mit ihrem Depot-Endstand von 56.771,56 € den 1. Platz im Landkreis Cham und im bayernweiten Vergleich mit fast 10.000 Spielgruppen den 68. Platz.
Auch drei weitere Teams der Beruflichen Oberschule Cham waren auf Landkreisebene recht erfolgreich: Die Gruppe „Illuminati Confirmed“ – ebenfalls Schüler der F 12Wb – belegte den 2. Platz mit einem Depotwert von 55.306,47 €. Urkunden und ein Preisgeld erhielten auch die Teams „Bavaria Cardinals“ von der B 13TW für den 8. und „Team fresher than you“ von der F 12Wa für den 9. Platz.
Die Schulleiterin Barbara Dietzko und der Betreuungslehrer Martin Stauber freuten sich, dass die Schüler so viel Geschick an der Börse bewiesen haben, und gratulierten zu den Erfolgen!

Zwei FOS-Klassen auf toller Exkursion in Bodenmais

Exkursion Bodenmais Exkursion Bodenmais Exkursion Bodenmais Exkursion Bodenmais Exkursion Bodenmais Exkursion Bodenmais

Einen wunderbaren Tag mit einer bunten und abwechslungsreichen Mischung aus interessanten Informationen im Rahmen von zwei Betriebsexkursionen sowie bei traumhafter Winterlandschaft und viel Sonne auf dem Silberberg samt Führung im Stollen erlebten zwei elfte Klassen der Staatlichen Fachoberschule Cham. Im Anschluss an die gemeinsame Bus-Anfahrt nach Bodenmais ging das Programm für die 11. Wirtschaftsklasse bzw. 11. Sozialklasse der FOS Cham zunächst getrennt weiter. Die 11 Sa wurde mit ihrem Praktikums-Betreuungslehrer StR Kaufmann zunächst von Geschäftsführerin Marita Urban in der Silberberg-Klinik begrüßt. Bei der Führung erfuhren die Schülerinnen und Schüler viel Wissenswertes rund um mögliche Ausbildungsberufe und Arbeitsplätze wie z.B. Diätassistent, Physiotherapeut, Erzieher, Psychologe, Laborassistent oder Medizinische Fachangestellte. Die Reha-Klinik zeigt sich spezialisiert auf Mutter-Kind-Angebote, weshalb auch eine intensive Kinderbetreuung mit vielen Freizeitangeboten stattfindet. Für das Wohlbefinden der Patienten sorgt das neu gestaltete Café sowie ein großes Hallenbad, hier erhielten die FOSler ebenfalls Einblicke. Aus ganz Deutschland reisen die Patienten an und vor allem bei Asthmapatienten ist der Heilstollen am Silberberg beliebt. Im Therapiestollen des Silberbergs wird durch die allergen- und staubfreie, kühle und feuchte Luft ganz natürlich das Krankheitsgeschehen der oberen Atemwegserkrankungen positiv beeinflusst. Die Silberbergklinik ist mit rund 120 Mitarbeitern der zweitgrößte Arbeitgeber in Bodenmais. Die Nummer eins als Arbeitgeber ist JOSKA Kristall, das parallel zur Sozialklasse von den Wirtschaftsschülern mit StD Schmidbauer, dem Schulbeauftragten für die Fachpraktische Ausbildung, in Augenschein genommen wurde. Die JOSKA Kristall Erlebniswelt in Bodenmais stellt mit fast einer Million Besuchern die meistbesuchte Attraktion der Glasstraße dar. Im Rahmen einer Führung konnten die Schülerinnen und Schüler den Glaskünstlern bei der Arbeit über die Schulter schauen, ob zunächst dem Glasbläser am glühend heißen Ofen bei der Glasherstellung nach handwerklicher Tradition oder in weiteren Schritten wie in der Glasschleiferei bzw. Glasgravur bei der Vollendung der filigranen Unikate. Als Höhepunkt durfte sich ein Schüler selbst daran versuchen, aus der feurig-zähflüssigen Glasmasse eine Glaskugel zu blasen – und dies mit sehr gutem Erfolg! Auch Weltrekorde der Glasbläser der JOSKA Waldglashütte wie das größte Weißbierglas oder die größte Christbaumkugel aus Glas oder die tollen Pokale der JOSKA Glashütte, mit denen schon viele Stars und Prominente ausgezeichnet wurden, beeindruckten die Schülerschaft. Gemeinsam fuhren die beiden FOS-Klassen mit dem Bus dann weiter zur Talstation am Silberberg und marschierten zunächst bei traumhafter Wetter- und Naturkulisse zu Fuß nach oben. Bei einer gemeinsamen Führung ging es auf einer Besucherstrecke tief hinein in das ehemalige Erzbergwerk. Für die Sozialklasse schloss sich im Therapiestollen der Kreis zur vorherigen Exkursion in der Silberberg-Klinik, durch den schon viele Asthma- und Atemwegspatienten eine langfristige Linderung ihrer Beschwerden erfahren haben. Inzwischen entsprechend hungrig und durstig wurde nach der Bergwerksführung in der „Bergmannschänke“ eingekehrt und bis zum Rückmarsch ins Tal genossen Schüler und Lehrer gleichermaßen ein kurzes Sonnenbad sowie die tollen Panaromablicke.

Über 150 FOSler besuchen Regensburger Hochschultag

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Inzwischen über 18.000 Studiengänge werden an deutschen Hochschulen im Zuge der Wissensdifferenzierung angeboten und so zeigt sich die Studienwahl für Studienanfänger immer schwieriger und unübersichtlicher. Auch Entscheidungen wie „Studieren oder nicht?“ bzw. „Uni oder Hochschule (FH)?“ oder „Duales oder normales Studium?“ sind alles andere als leicht zu treffen. Diesen wichtigen Fragen konnten über 150 Schülerinnen und Schüler der Staatlichen Fachoberschule Cham am vergangenen Freitag beim Regensburger Hochschultag nachgehen. Insgesamt sieben Klassen aus der 11. FOS-Jahrgangsstufe nutzten die Gelegenheit, um die geballten Infos individuell zu filtern und im Studienwirrwarr etwas Orientierungshilfe zu erhalten. Die Frage „Was soll ich nur studieren?“ treibt schließlich nicht wenige um. Bereits zum 8. Mal luden Universität und Hochschule für angewandte Wissenschaften (vormals Fachhochschule) Regensburg zum gemeinsamen Hochschulinformationstag ein. Drei elfte Klassen der Ausbildungsrichtung Sozialwesen, zwei aus dem Fachbereich Wirtschaft/Verwaltung sowie zwei Technik-Klassen nahmen dazu am Freitag gerne ein verspätetes Heimkommen in Kauf. Schließlich hält die heutige Hochschullandschaft so viele Angebote bereit wie nie zuvor und dies macht die Orientierung umso schwieriger. Im Wintersemester 2015/2016 wurden deutschlandweit 18.044 Studiengänge angeboten, davon 8.298 Bachelor- und 8.099 Master, 1.286 mit staatlichem und kirchlichem Abschluss sowie 361 „Übrige“ Studiengänge. Gut 90 Prozent aller Studiengänge führen zu den Abschlüssen Bachelor und Master. Hinzu kommt, dass ein Studium nicht immer auf einen bestimmten Beruf vorbereitet, sondern für verschiedene Tätigkeitsfelder qualifiziert. Welcher Studiengang ist also der richtige für eine spätere erfolgreiche und auch erfüllte Karriere? Bei der Lösung auch dieser Frage sollte den Schülern, die kurz vor ihrem Abschluss stehen, der Regensburger Hochschultag weiterhelfen. Der gemeinsame Hochschultag von Universität und OTH ist keine Selbstverständlichkeit und Ausdruck der guten Zusammenarbeit sowie der direkten Nachbarschaft am Regensburger Campusgelände. FOS-Schüler können mit dem Abschluss an allen Hochschulen (FHs) in Deutschland - unabhängig von der vorher gewählten Fachrichtung - jeden Studiengang beginnen. Inzwischen erfolgte in Bayern aber auch an den Fachoberschulen der flächendeckende Ausbau der 13. Jahrgangsstufe. Damit wird für überdurchschnittliche Schülerinnen und Schüler (im Zeugnis der Fachhochschulreife muss eine allgemeine Durchschnittsnote von mindestens 3,0 erreicht werden) der direkte Weg zur Universität geöffnet und planbarer. Und so waren für die 11. Klassen der Ausbildungsrichtungen Sozialwesen, Wirtschaft/Verwaltung und Technik am Freitag in Regensburg sowohl die Informationen an der Hochschule als auch an der Universität von großem Interesse. Ist ein Studium überhaupt das Richtige für mich? Welches Fachgebiet soll ich wählen und wie kann ich mein Studium finanzieren? Soll ich an Hochschule oder Universität studieren, und wo liegen die Unterschiede zwischen beiden? Auf diese und viele weitere Fragen, die sie in ihrer Zeit der Neuorientierung bewegen, erhielten die FOSler aus Cham umfassend Antwort. Das vielfältige Angebot an Studiengängen wurde beim Hochschultag in Kurzvorträgen vorgestellt. Daneben konnten die Fachoberschüler in den Pausen zwischen den Vorträgen an den Infoständen vorbeischauen und mit Dozentinnen und Dozenten sowie Studierenden ins Gespräch kommen. Außerdem wurde mit Postern und Broschüren über die Studienangebote informiert. In fächerübergreifenden Vorträgen sind allgemeine Aspekte wie Zulassungsfragen oder Auslandsstudium thematisiert worden. „Essen zu Studentenpreisen“ hieß mittags das Motto in der Mensa und auch in der Cafeteria konnte ein kleiner Einblick in die angenehmeren Seiten des „Studentenlebens“ gewonnen werden. Ebenfalls Resonanz fanden die Bibliotheksführungen. Neben den Informationen zu den Studiengängen bzw. allgemeinen Fragen rund ums Studium war es für die FOS-Schüler einmal sehr interessant, die Hochschule (knapp 11.000 Studenten) und die Universität (über 21.000 Studenten) von den Gebäuden und Ausstattungen her zu vergleichen sowie ein bisschen „Uni- bzw. Hochschulluft“ zu schnuppern.

Auf geht’s zur Chamer Hütte

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Am 03.02.2017 nahmen 36 Schüler der 12. und 13. Klassen an einer Schneeschuh Wanderung zur Chamer Hütte teil. Start war an der Talstation am Großen Arber. Der Weg führte dann Richtung Großer Arbersee und anschließend unterhalb des Arbergipfels entlang der Arberschachten. Motiviert vom Gedanken an eine heiße Dusche und einer Brotzeit in der Hütte erreichte die Gruppe das Ziel. Dort angekommen stoß auch die zweite Wandergruppe dazu, die sich für eine kurze Winterwanderung in Kombination mit der Gondelfahrt entschieden hatte. Im Schutzhaus Chamer Hütte verbrachten 49 Schüler mit den drei Lehrkräften Christine Eisenhart, Martin Hof und Jürgen Kaufmann einen gemütlichen und lustigen Abend bei interessanten Gesprächen, Karten- und Würfelspielen. Für eine ausgelassene Stimmung sorgten die zwei Musiker Florian Kerner (Gitarre) und Lukas Hofmann (Steirische). Begleitet wurden sie von ihrem Lehrer, Herrn Hof. Mit ihren Liedern luden sie zum Mitsingen, Schunkeln und Tanzen ein. Am nächsten Morgen machten sich 13 Frühsportler auf zum Gipfelkreuz des Kleinen Arbers. Nach einem kurzen Anstieg konnte man bei einem Traumwetter die herrliche Aussicht über den Bayerischen Wald bis hin zur Alpenkette genießen. Ein weiteres Highlight war die abschließende Rodelfahrt auf der 7 km langen Tourenabfahrt nach Bodenmais. Auch wenn so manch einer den Schlitten nicht hundertprozentig beherrschte und im Tiefschnee landete, kamen doch alle sicher und gesund im Tal an. Zusammenfassend war es ein sehr schönes Gemeinschaftserlebnis, an das sich bestimmt jeder Einzelne auch in ein paar Jahren noch gerne erinnern wird.

Sehr großes Interesse am FOS-BOS-Informationsabend

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Erfreulicherweise auf recht große Resonanz ist am Donnerstag der Informationsabend der Beruflichen Oberschule im Hinblick auf das neue Schuljahr 2017/2018 gestoßen. Die Anmeldung für den Neueintritt an der Fachoberschule (FOS) bzw. Berufsoberschule (BOS) findet vom 6. bis 17. März statt. Wichtig: Nur eine Einschreibung in diesem Zeitraum garantiert auch eine Aufnahme am Schulstandort in Cham. Bis in den letzten Winkel des Großraums besetzt zeigten sich im Stammgebäude die Plätze bei den Informationen zur Fachoberschule. Parallel dazu ging die gleiche Veranstaltung für die Berufsoberschule in der Aula des Neubaus über die Bühne. Schulleiterin OStDin Barbara Dietzko hieß den stattlichen FOS-Zuhörerkreis willkommen, Stellvertreter StD Hans Bräu übernahm zeitgleich die Begrüßung für die BOS-Interessierten. „Wir verleihen das Abitur hoch drei“, so Schulleiterin Dietzko, leistungsfähige und leistungswillige Schüler können nämlich nach dem Fachabitur am Ende der 12. Klasse anschließend mit einem weiteren Jahr sogar die fachgebundene Hochschulreife (13. Klasse ohne zweite Fremdsprache) bzw. das allgemeine Abitur (13. Klasse mit zweiter Fremdsprache) erwerben. Folglich steht neben den Gymnasien mit den Beruflichen Oberschulen ein weiterer gleichwertiger Weg zum Abitur offen. „Die Zahlen sprechen für sich“, führte die Schulleiterin weiter aus, immerhin würden mittlerweile weit mehr als 40 Prozent der Zugangsberichtigungen zum Studium über die Berufliche Oberschule erlangt. Einen klaren Vorteil für FOS-BOS-Absolventen im Studium sieht Schulleiterin Barbara Dietzko durch das Profilfach. Und: Immer mehr Studiengänge können inzwischen mit der fachgebundenen Hochschulreife (13. Klasse ohne zweite Fremdsprache) in Angriff genommen werden, beispielsweise zahlreiche Lehramtsstudiengänge. Den künftigen Schülern versprach OStDin Dietzko eine kleine Schule mit einem guten Klima: „Unsere Lehrkräfte kümmern sich um jeden, die Lehrerzimmer stehen immer offen“. Zum kommenden Schuljahr gibt es außerdem eine Neuerung: Die zweistufige Wirtschaftsschule (bisher in Waldmünchen) wird ab September 2017 in Cham beschult. Dazu erfolgt jedoch noch eine eigene Informationsveranstaltung. Beratungslehrerin StDin Christine Eisenhart (FOS) bzw. OStR Martin Stauber (BOS) informierten detailliert über die „beiden Schulen unter einem Dach“. Mit der Beruflichen Oberschule wurde ein bis zu dreijähriger Bildungsgang etabliert, der Schülerinnen und Schüler mit mittlerem Schulabschluss und/oder abgeschlossener Berufsausbildung zum Fachabitur, zur fachgebundenen Hochschulreife oder sogar zum allgemeinen Abitur führt. In diesem Bildungsgang kann an der BOS auch der mittlere Schulabschluss erworben werden, sofern er noch nicht vorhanden ist. Die flächendeckende Einführung der Jahrgangsstufe 13 stellt einen weiteren Meilenstein für die Verbesserung der Durchlässigkeit des Schulwesens in Bayern dar. Die Stärke des gegliederten Schulsystems besteht vor allem darin, dass die Schülerinnen und Schüler in ihren unterschiedlichen Begabungen und Interessen zielgerichtet gefördert werden. Die verschiedenen Schularten sind dabei keine festgefahrenen Wege, die nur in eine Richtung führen, sondern ein wunderbares Baukastensystem mit vielen Querverbindungen und Brücken, das es den Schülerinnen und Schüler ermöglicht, zu jedem Zeitpunkt neue Ziele anzustreben und zu erreichen. Mit der Beruflichen Oberschule wurde eine eher praxisorientierte, gleichwertige Alternative zur Oberstufe des Gymnasiums geschaffen und die Durchlässigkeit des bayerischen Schulwesens nach dem Grundsatz „Kein Abschluss ohne Anschluss“ weiter erhöht. Die Berufliche Oberschule baut auf einem mittleren Schulabschluss auf und vermittelt Allgemeinbildung, Fachtheorie und fachpraktische Bildung unter Einbeziehung berufspraktischer Erfahrungen. Die Berufliche Oberschule ist die richtige Wahl für Bewerberinnen und Bewerber mit dem Abschluss der Realschule, Wirtschaftsschule, Hauptschule (M-Zug) oder 10. Klasse des Gymnasiums bzw. mit einer Berufsausbildung oder mehrjähriger Berufserfahrung. In die 13. Jahrgangsstufe der Fachoberschule (FOS) dürfen Schülerinnen und Schüler aufrücken, die im Zeugnis der Fachhochschulreife (12. Klasse) einen Notendurchschnitt von mindestens 3,0 erreicht haben. In Cham werden derzeit an der Fachoberschule die Fachrichtungen Technik, Wirtschaft und Sozialwesen angeboten, an der Berufsoberschule Technik und Wirtschaft. „Die Fachoberschule baut vom Lehrplan her besonders für die Realschüler passgenau auf“, so Beratungslehrerin Eisenhart. Für alle anderen, etwa Mittelschüler, wird eine Vielzahl von unterstützenden Fördermaßnahmen angeboten. So besteht auch in Cham bereits vor Eintritt in die Berufliche Oberschule die Möglichkeit, Vorkurse (zweimal wöchentlich abends jeweils drei Unterrichtsstunden an der BOS bzw. halbjährig samstags von 8 bis 13 Uhr an der FOS) und Vorklassen (Vollzeit) zu besuchen. In der BOS-Vorklasse kann darüber hinaus der mittlere Schulabschluss nachgeholt werden. In den 11. Klassen der Fachoberschule wird intensiv klassenübergreifender Förderunterricht (z.B. für Mittelschüler in den Fächern Betriebswirtschaftslehre mit Rechnungswesen) angeboten. Noch relativ neu in Cham ist die FOS 10 (Vorklasse) in Vollzeit, die primär für Schüler/innen ohne Eignung gedacht ist, und sich auf Anhieb großer Nachfrage erfreut. Gerade Schüler der Mittleren-Reife-Klassen (M-Zug) und aus dem H-Zweig der Wirtschaftsschule können sich mit dem einjährigen Vollzeitkurs gezielt auf den Besuch der FOS 11 vorbereiten. Die Vorklasse FOS 10 erleichtert den Übergang an eine neue Schulart ganz wesentlich und erhöht die Aussichten auf den schulischen Erfolg. „Das besondere Profil der Fachoberschule ist der starke Bezug zur beruflichen Praxis“, so StD Leonhard Schmidbauer, Schulbeauftragter für die Fachpraktische Ausbildung. Die 11. Jahrgangsstufe teilt sich zeitlich je zur Hälfte auf Schule und betriebliches Praktikum auf, dadurch wird der berufliche Charakter der Schule ganz besonders herausgestellt. Das Praktikum trägt zu einer starken Persönlichkeitsbildung der FOSler bei, fördert Fach-, Selbst- und Sozialkompetenzen. Technikschüler absolvieren die fachpraktische Ausbildung am Berufsbildungs- und Technologiezentrum (BTZ) in Cham, die Wirtschaftsschüler (u.a. Banken, Behörden, Industriebbetriebe, Steuer- und Rechtsanwaltskanzleien) und Schüler/innen in der Ausbildungsrichtung Sozialwesen (u.a. Kindergärten, Krankenhäuser, Pflegeeinrichtungen) in Betrieben des Landkreises. Während die Fachoberschule nur den mittleren Schulabschluss voraussetzt, ist für den Eintritt in die BOS zusätzlich eine Berufsausbildung notwendig. Hinzu kommt für beide gleichsam noch ein weiteres Kriterium: Es gilt in den Fächern Deutsch, Englisch und Mathematik eine Notenschwelle, das Zeugnis über den mittleren Schulabschluss muss mindestens einen Durchschnitt von 3,5 aufweisen. Großer Aufmerksamkeit erfreuten sich zum Abschluss des Informationsabends die Ausführungen von zwei Ehemaligen. Lena Baumgartner hat in Cham den Sozialzweig von der 11. bis zur 13. Klasse besucht und studiert inzwischen in Erlangen Lehramt für Gymnasien (Fächer Englisch und Geschichte). Im Bereich der Erziehungswissenschaften kommen ihr neben dem FOS-Profilfach Pädagogik/Psychologie ebenso die beiden betrieblichen Praktika aus der FOS 11 zugute, die sie in einer Heilpädagogischen Tagesstätte bzw. einem Altenheim absolviert hat. Der frühere BOS-Technik-Schüler Michael Weber hat sich für den Studiengang „Bauingenieurwesen“ an der Ostbayerischen Technischen Hochschule Regensburg entschieden und leitet mittlerweile an der OTH ein Tutorium. „Durch die Mathe-Kenntnisse aus der Berufsoberschule war ich sehr gut auf das Studium vorbereitet“, so Weber. Johanna Baumgartner durchlief nach der BOS-Wirtschaft bei der Fa. Zollner Elektronik AG ein Duales Studium und ist im Unternehmen inzwischen im Projektmanagement tätig. Alle drei Ehemaligen möchten die Zeit an der Beruflichen Oberschule aus vielen weiteren Gründen wie beispielsweisen Studienfahrten, Schulleben und SMV-Aktionen nicht missen.

„Du wirst mir fehlen!“.

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Dem gesamten Lehrerkollegium aus dem Herzen gesprochen hat OStDin Barbara Dietzko, Schulleiterin der Staatlichen Fach- und Berufsoberschule Cham, bei der offiziellen Verabschiedung von Sekretärin Rosemarie Kraus, die zum Jahreswechsel in den verdienten Ruhestand treten wird. Mit den Weihnachtsferien verlässt die Verwaltungsangestellte Rosemarie Kraus nach rund 35 Jahren die Berufliche Oberschule Cham. OStDin Barbara Dietzko würdigte bei einer kleinen Feierstunde im Lehrerzimmer die Leistungen der langjährigen Sekretärin. „Ich danke dir für deine Zuverlässigkeit – nie hast du einen Termin vergessen“, so die Schulleiterin, die allerdings gleich noch eine ganze Reihe weiterer Gründe ihrer höchsten Anerkennung nannte: Danke für den Humor - „es war sehr aufbauend und erfrischend mit dir zu lachen“; Danke für die Freundlichkeit - „egal ob Schüler, Lehrkräfte, Eltern, du hast jeden gleich geachtet und geschätzt“; Danke für die Herzlichkeit - „du konntest jedem zuhören und hast immer Verständnis gezeigt“; Danke für die freundschaftliche und gewinnbringende Zusammenarbeit - „eine bessere Sekretärin hätte ich mir nicht wünschen können“. Auch bei Rosemarie Kraus, so Schulleiterin Barbara Dietzko weiter, sei der Abschied mit einem weinendem und einem lachendem Auge verbunden: „Natürlich wünschen wir dir, dass du deinen Ruhestand bei bester Gesundheit und in vollen Zügen genießen kannst“. Bleibe nur zu hoffen, dass sich Rosemarie Kraus immer wieder an ihrer alten Wirkungsstätte zeige – „je öfter, umso besser“. Neben einem Abschiedsgeschenk durfte Rosemarie Kraus aus den Händen der Schulleiterin einen prächtigen Blumenstrauß entgegennehmen. Dem Lehrerkollegium war es ebenso ein großes Anliegen, Rosemarie Kraus zur Verabschiedung für ihr beherztes Wirken und Engagement sowie die Arbeits- und Hilfsbereitschaft ein echtes „Vergelt’s Gott“ zu sagen. Personalratsvorsitzender OStR Josef Schneider überraschte neben dem offiziellen Geschenk zusätzlich mit einer recht persönlichen Widmung von Seiten aller Lehrerinnen und Lehrer. Rosemarie Kraus sei ein herzensguter Mensch, den man gerne wieder trifft, und deshalb hofft Personalratsvorsitzender Schneider ebenfalls, dass die scheidende Verwaltungsangestellte möglichst oft vorbeischaut und die Einladungen zu Schul- und Lehrerveranstaltungen wahrnimmt. Rosemarie Kraus hat an der Beruflichen Oberschule Cham rund 35 Schülerjahrgänge auf dem Weg zum Abitur begleitet und mit Dr. Paul Wührl, Diethelm Göttlicher, Hans Pfeilschifter und nun Barbara Dietzko vier Schulleiter/innen erlebt. Nach einer Ausbildung als Industriekauffrau und weiteren beruflichen Stationen begann Rosemarie Kraus im Oktober 1980 als Verwaltungsangestellte im Sekretariat der Schule. Ihre lange Tätigkeit kennzeichnete auch die neue Computerwelt und die Umstellung der Schulverwaltung auf die EDV. Die Nachfolge von Rosemarie Kraus im Schulsekretariat tritt nach den Weihnachtsferien Frau Karin Schmuderer an, die bisher im Sekretariat der Konrad-Adenauer-Realschule in Roding beschäftigt war.

FOS-Schüler diskutieren mit Experten zum Thema Nachhaltigkeit

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Die Berufliche Oberschule Cham veranstaltete auch dieses Jahr wieder zu Schuljahresbeginn einen Projekttag. Dieses Mal beschäftigten sich die 12. Klassen mit dem Thema Umweltschutz. In den letzten Jahren seien mehrere Projekttage bereits erfolgreich verlaufen, stellte die Schulleiterin OStDin Barbara Dietzko bei der Begrüßung der teilnehmenden Referenten und der 12. Klassen heraus. Aus Schülerreihen kam daraufhin letztes Jahr die Anregung, dass man die Schülerschaft zu einem umweltfreundlicheren Verhalten anleiten könnte und so wurde in der Folge ein Umweltseminar für die Schüler der 13. Jahrgangsstufe angeboten wie auch der Umweltprojekttag ins Leben gerufen. Für die Veranstaltung wurden Experten aus den verschiedensten Bereichen ins Boot geholt. So übernahm Georg Mayer, der Behördenleiter des Chamer Amts für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF), den Part des Referenten über die Nachhaltigkeit in der Landwirtschaft im Landkreis Cham. Er definierte dabei zunächst den Begriff und erklärte, dass dieser ursprünglich aus dem Bereich Forsten stamme und dass bereits vor über 300 Jahren folgendes Credo von Hans Carl von Carlowitz formuliert wurde: „In einem Wald soll nur so viel abgeholzt werden, wie der Wald in absehbarer Zeit auf natürliche Weise regenerieren kann.“ Bei der Erläuterung der Betriebe ging er auch auf die zahlreichen Regelungen ein, denen sich ein Landwirt heutzutage stellen müsse, um die Nachhaltigkeit bei der Bewirtschaftung zu sichern. Diese Normen verursachen nicht nur, dass auf das Tierwohl mehr achtgegeben wird, sondern auch dass die Bewirtschaftung der Flächen umweltverträglicher gestaltet wird. So müsse der Landwirt immer nach „guter fachlicher Praxis“ seine Felder bewirtschaften. Dies würde gewährleistet durch die alle 3 Jahre wiederkehrenden Fortbildungen im Bereich des Pflanzenschutzes und durch die Einhaltung der Düngeverordnung. Letztere Aussage nahm der darauffolgende Referent, Markus Schmidberger, der Geschäftsstellenleiter des LBV Cham, zum Anlass, sich darüber zu beschweren, dass es seiner Ansicht nach immer noch einige Landwirte gebe, die sich an die Vorschriften nicht akkurat halten und die Regelungen auch nicht weit genug gingen, da offenkundig der Bayerische Wald, der früher Rückzugsgebiet für zahlreiche Vogelarten war, heutzutage von diesen nur noch sehr dünn besiedelt sei. Zudem seien durch die Düngung immer höhere Nährstoffeinträge in Weihern und anderen Gewässern zu verzeichnen, was zur Eutrophierung dieser führe. Somit werde dieser Lebensraum für viele Arten zerstört. Selbst bei den Insekten sei ein großer Rückgang zu verzeichnen. Flora-Fauna-Habitat-Gebiete seien von dieser Entwicklung ebenfalls nicht ausgenommen, da hier häufig eine konventionelle Bewirtschaftung erfolge. Letztlich forderte er eine neue Landwirtschaftspolitik, die den Artenreichtum fördere und nicht verhindere. Im Folgenden schloss sich Matthias Wiedemann, der im Zukunftsbüro der Kreiswerke Cham arbeitet, mit seinem Vortrag an. Zunächst stellte er seine Tätigkeit vor und zeigte die vielen Möglichkeiten auf, wie sich auch Bürger an der Umstellung zu einer grüneren Energieversorgung beteiligen können. Zudem ging er darauf ein, wie weit der Ausbau der grünen Energien im Landkreis Cham bereits fortgeschritten sei. So habe man bereits 60,5 % des Stromverbrauchs aus den erneuerbaren Energiequellen generiert. Auch ging er auf das Thema Biogasanlagen ein. Dieser Bereich der Landwirtschaft komme immer mehr in Bedrängnis, da 2021 die letzten Betriebe, die einen zugesicherten Abnahmepreis haben, mit ihren Verträgen auslaufen und dann müssen diese auf dem freien Markt bestehen, was für die meisten sehr kritisch werde. Man müsse sich vorstellen, dass bei einem Verbraucherpreis von 28 Cent/kWh der Börsenpreis nur 2,5-3 ct/kWh betrage. Weiterhin veranschaulichte er den Schülern, was überhaupt 1 kWh sei. 1 kWh brauche man, um 3 t auf 122m hochzuheben. Er gab dabei viele Vergleichswerte an, die die Schüler teils etwas stutzig machten. So benötige man 1 kWh um 1,5 km mit einem Auto mit einem Durschnittsverbrauch von 6 l/km zu fahren. Für die Erzeugung von 2 l Bier werde dieselbe Menge benötigt. Zum Ende hin gab er den Schülern noch viele Energiespartipps und einen Ausblick auf künftige Entwicklungen. Bevor die Schüler nun mit den Referenten diskutieren konnten, wurde noch das besondere Konzept des Biolandhofs von dem Gartenbaumeister Michael Simml erläutert. Dieser stellt durch wechselnde Fruchtfolgen trotz einer Höhenlage um die 580 Meter Biogemüse für die Direktvermarktung her. Somit wird eine konventionelle Düngung unnötig. Nachdem viele Betriebsmodelle, vom Mutterkuhhalter über den Lieferanten von Arnika für die Firma Kneipp getestet wurden, baute man schließlich den Gemüseanbau soweit aus, dass heutzutage im Laufe des Jahres über 60 Sorten angeboten werden können. Die Vermarktung an den Großhandel stellte sich im Laufe der Entwicklung als Fehlschlag heraus, da bekanntermaßen viele Supermärkte den Preis drücken und dementsprechend kaum Gewinne für den Erzeuger bleiben. So wurde den Schülern auch deutlich, dass es nötig ist, neue Konzepte wie die des Biolandhofs Simml zu unterstützen, da nur so eine ökologische Erzeugung von Lebensmitteln möglich sei. Bei der Diskussion im Anschluss forderte auch eine der Zuhörerinnen, ein Umdenken der Bevölkerung. So müsse reflektiert werden, ob tiefgefrorene Semmeln, die irgendwo im Ausland produziert und in den Backshops der Supermärkte aufgebacken werden, den Leuten tatsächlich lieber seien, als ein heimisch produziertes Brötchen, das durch Arbeitskräfte aus der Region hergestellt werde. Auch Michael Simml forderte, man solle doch überlegen, wo man seine Produkte einkaufe, insbesondere wenn man wisse, dass Aldi, Lidl und co sicher keine Bestpreise für die Erzeuger zum Ziel haben. Der Tenor des LBVs vertreten durch Markus Schmidberger war ebenfalls mehr ökologische Landwirtschaft zu betreiben. Der Behördenleiter des AELF Cham mahnte jedoch, auch den Landwirten Verständnis zukommen zu lassen, die weiterhin konventionell wirtschaften. Man dürfe nicht vergessen, dass eine Umstellung nicht für jeden möglich sei und die Betriebe ihre Leiter und deren Familien ernähren müssen. Eine Schwarz-weiß-Malerei mache hier keinen Sinn, sondern man müsse beachten, dass es viele Varianten der Landwirtschaft gebe.

Bewerbungstipps vom Profi

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Anfang Juli war der Personalreferent für Ausbildung und Studium bei der Zollner Elektronik AG, Stephan Steinberger, zu Gast an der FOS. In einem nachmittäglichen Crashkurs im Rahmen der fachpraktischen Ausbildung bereitete er die Schüler der F11Wb praxisnah auf künftige Bewerbungen und Auswahlverfahren vor.

Weglaufen zwecklos – FOS-Schüler lassen sich von Suchhunden aufspüren

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Vergangene Woche war das K9 Suchhundeteam Ostbayern zu Besuch an der Fachoberschule Cham. Dabei konnten sich insbesondere die Schüler der FOS 12 Wirtschaft von den Fähigkeiten der tierischen Schnüffler überzeugen. Die Schüler der F12Wb staunten nicht schlecht, als es vor ihrer Klassenzimmertür am Montag in der zweiten Stunde bellte. Ein Schüler bekam von der Klassenlehrerin den Auftrag, die Tür zu öffnen, und schon sprang ihm ein Schäferhund der Suchhundestaffel des K9 Suchhundeteams Ostbayern entgegen. Die Schüler zeigten sich von der durch ihre Klassenleiterin Julia Reitinger organisierten Überraschung begeistert. Doch bevor sie praktisch die Fähigkeiten der Hunde auf die Probe stellen konnten, bekamen sie eine theoretische Einführung in die Funktionsweise der professionellen Suchhundearbeit. Dabei wurde besonders darauf verwiesen, dass ein Geruchsartikel von Nöten sei, um die vermisste Person oder das Tier zu finden. Denn nicht nur, wenn Demenzkranke sich verlaufen, sondern auch wenn Haustiere verschwinden, kommen die tierischen Detektive zum Einsatz. Wie eine solche Suche verläuft, konnten die Schüler dann am eigenen Leib erfahren. Dazu mussten sich immer wieder Schüler auf dem Schulberg verstecken, nachdem sie zuvor am Schulgelände der FOS einen Geruchsartikel abgelegt hatten. Zur Erstellung eines solchen Artikels reichte es bereits aus, wenn ein Papiertaschentuch kurz angefasst und dann abgelegt wurde. Dieses wurde dann kurz beschnüffelt und schon konnte der Hund die Fährte aufnehmen. Zunächst wurde mit einem Anfängerhund gesucht. Kreuz und quer wurde die Hundeführerin von ihrem Vierbeiner zwischen den Autos durchgezogen. Bis schließlich der gesuchte Schüler nach kurzer Zeit gefunden wurde. Verfolgt wurde sie dabei stets von einem Pulk interessierter Schüler, die die sehr zielstrebig verlaufende Fährtensuche verfolgten. Erste überlegten dabei bereits, ob Hundeführer eine gute Tätigkeit wäre. Auf Nachfrage erklärte die Leiterin der Veranstaltung, Eva Fuhrmann, die hauptberuflich beim K9 Suchhundeteam Ostbayern arbeitet, dass jeder Hund das Suchen von vermissten Personen lernen könne. Vom Rehpinscher bis zum Straßenhund seien beim Suchtrupp alle denkbaren Rassen vertreten. Privatpersonen könnten sich bei Interesse melden. (www.suchhunde-ostbayern.de) So gebe es auch in Cham und Umgebung Workshops, in denen man sich in der Vermisstensuche schulen lassen könne. Man freue sich, so Fuhrmann, wenn noch mehr ehrenamtlich in diesem Bereich tätig wären. Man müsse sich aber auch bewusst sein, dass man bei einem Einsatz gegebenenfalls das nachmittägliche Kaffeetrinken unterbrechen müsse.

Berufsberatung an der Schule

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Erstmals von Wolfgang Kürzinger in seiner neuen Funktion als Berater für akademische Berufe wird im aktuellen Schuljahr 2015/2016 an der Beruflichen Oberschule Cham die Betreuung der Fach- und Berufsoberschüler vorgenommen. Bei den ersten Informationsnachmittagen an der Schule in den beiden 11. FOS-Wirtschaftsklassen erhielten die angehenden Abiturienten vom Berufsberater auch interessante Einblicke in die aktuelle Arbeitsmarktlage. Wolfgang Kürzinger hat im Herbst 2015 die Nachfolge von Marianne Weiß angetreten, die zuvor als Berufsberaterin der Agentur für Arbeit Schwandorf ganze Generationen von Fach- und Berufsoberschülern sowie Gymnasiasten im Landkreis betreut und beraten hat. Jetzt zeigte sich erstmals Wolfgang Kürzinger in zwei 11. FOS-Wirtschaftsklassen präsent, um die angehenden Abiturienten bei der Suche nach der passenden Ausbildung oder dem richtigen Studium zu unterstützen und zu begleiten. StD Leonhard Schmidbauer als Schulbeauftragter für die fachpraktische Ausbildung begrüßte den neuen Berufsberater für akademische Berufe. „Es ist nicht mehr leicht noch den Überblick zu behalten“, so Schmidbauer mit Verweis auf die vielfältigen Möglichkeiten mit inzwischen tausenden dualen Studiengängen und noch viel mehr Optionen auf ein „normales“ Vollzeitstudium. „Abitur – was nun?“. Mit dieser Frage konfrontierte zunächst Berufsberater Kürzinger die FOSler: „Die heiße Phase sich zu informieren wird bereits in der 11. Jahrgangsstufe eingeläutet“. Selbst wenn es nach der Fachoberschule zunächst in eine betriebliche Ausbildung gehen soll, sei es zu spät, die Bewerbungen erst in der 12. Abschlussklasse anzugehen. Übrigens: „Abitur schadet nie – selbst nicht bei einer gewerblichen Lehre als Handwerker!“. Auch eine „Auszeit“ vor dem Studium für einen längeren Auslandsaufenthalt oder ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) mit praktischen und persönlichen Erfahrungen sei für den weiteren individuellen Werdegang durchaus überlegenswert, vor allem wenn man nach dem Abitur noch unentschlossen ist. Ganz wesentlich sind für Wolfgang Kürzinger zunächst Fragen wie „Wo stehe ich“ bzw. „Wo will ich hin“. Sich nur von Aussichten und Prognosen am Arbeitsmarkt leiten zu lassen, sei bei der Entscheidungsfindung mit Vorsicht zu genießen - weil sich der Arbeitsmarkt als sehr dynamische Größe darstelle. Und so gelte es auch Überlegungen wie Fähigkeiten/Eignungen bzw. Interessen/Neigungen unbedingt einzubeziehen. „Was will ich persönlich“, diese Frage müsse vorangestellt werden. Unterstützen können beispielsweise Stärken- und Persönlichkeitstests, eine Auswahl stellte Wolfgang Kürzinger den Schülerinnen und Schülern vor. Ebenso erläuterte der Berufsberater unter anderem die Bachelor-Master-Struktur in Europa oder die „Monopol-Studiengänge“ der Universitäten, wozu die FOSler die 13. Jahrgangsstufe mit Abschluss der allgemeinen Hochschulreife oder fachgebundenen Hochschulreife benötigen. Im zweiten Teil diskutierte Berufsberater Kürzinger mit den Klassen ausführlich das duale Studium, etwa was Vor- und Nachteile zu einem „normalen“ Studium betrifft. Auch im Landkreis Cham nehme das Angebot an dualen Studiengängen immer mehr zu, weitere Informationen gibt es auf der Homepage des Landratsamtes oder bei der Agentur für Arbeit vor Ort in Cham. Abschließend wurde ein Blick auf den Arbeitsmarkt geworfen. Und hier war es Wolfgang Kürzinger wichtig, den Schülerinnen und Schülern die Angst zu nehmen. „Gar kein Risiko gibt es nicht“, so der Berufsberater, allerdings sei die Arbeitslosigkeit bei Akademikern derzeit kaum ein Thema. Auch im Hinblick auf den Fachkräftemangel können von einer „günstigen Situation“ gesprochen werden. „Ihr werdet gebraucht werden“, so Kürzinger, „unabhängig ob ihr euch nach der FOS für einen Beruf oder ein Studium entscheidet“. StD Schmidbauer bedankte sich bei Wolfgang Kürzinger für die informativen und kurzweiligen Ausführungen sehr herzlich. „Informieren, informieren und nochmals informieren, aber möglichst zielgerichtet“, daran führe kein Weg vorbei. Auch Tests etwa zur Selbst- oder Studien- und Berufsorientierung, durchaus alternativ online und kostenlos möglich, seien zu empfehlen. Zudem besucht die FOS regelmäßig Berufs- und Studienmessen, so erst wieder am vergangenen Freitag den Regensburger Hochschultag. Als Schulbeauftragter für die fachpraktische Ausbildung freut sich Schmidbauer auf eine gute Zusammenarbeit mit dem für die FOS und BOS neu zuständigen Berufsberater Wolfgang Kürzinger, „mit Ihnen haben sowohl unsere Schülerinnen und Schüler als auch Schulleitungen und Lehrkräfte wieder einen sehr fundierten und kompetenten Ansprechpartner an der Hand“. Wolfgang Kürzinger lud die Schülerschaft herzlich dazu ein, mit ihm persönliche Beratungstermine zu vereinbaren.

Registrierungsaktion an FOS/BOS findet große Resonanz

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Die Berufliche Oberschule hat am 18. Februar zusammen mit der Deutschen Knochenmarkspenderdatei (DKMS) einen Aktionstag organisiert, um über Blutkrebs zu informieren und neue Stammzellenspender zu gewinnen. 212 Schüler und Lehrer ließen sich nach den Vorträgen registrieren. „Alle 16 Minuten erkrankt in Deutschland ein Mensch an Blutkrebs“, erzählt Alexander Renz von der DKMS. Vielen von ihnen könne nur durch eine Stammzelltransplantation das Leben gerettet werden – vorausgesetzt man findet den passenden Spender. An Blutkrebs erkrankte Patienten können oft nur überleben, wenn es – irgendwo auf der Welt – einen Menschen mit nahezu den gleichen Gewebemerkmalen im Blut gibt, der zur Stammzellspende bereit ist. „Doch wie findet man einen solchen Spender?“, stellt Renz die Frage in den Raum. Es komme nämlich nur sehr selten vor, dass zwei Menschen nahezu identische Gewebemerkmale haben. Im günstigsten Fall liege die Wahrscheinlichkeit bei 1:20.000, bei seltenen Gewebemerkmalen könne es vorkommen, dass sich eventuell unter mehreren Millionen kein „genetischer Zwilling“ finden lässt. Die Suche ist aber auch deshalb so schwer, weil noch immer viel zu wenig Menschen als potenzielle Stammzellspender zur Verfügung stehen. Zu den Schülern der Beruflichen Oberschule gesellen sich auch einige Klassen von der Werner-von-Siemens-Berufsschule und vom Josef-von-Fraunhofer-Gymnasium. Daher haben die von der DKMS geschulten Helfer der BOS-Vorklasse alle Hände voll zu tun, um die Spendenwilligen zu registrieren. Mit zwei Wattestäbchen wird ein Abstrich von der Wangenschleimhaut genommen. Die Gewebemerkmale werden dann in einem Labor analysiert und die gewonnenen Daten für die weltweite Spendersuche zur Verfügung gestellt. Im Laufe des Tages kommen 212 Gewebeproben zusammen, um die die Datenbank der DKMS wächst. Auch der Verkauf von Kaffee und Kuchen, den die FOS-Schüler extra für die Aktion gebacken haben, wird von den Schülern und Lehrern gut angenommen. So zeigt sich der DKMS-Verantwortliche Alexander Renz sehr erfreut darüber, als ihm die Schülervertreter der FOS/BOS einen Scheck über 1.000 € mit auf den Weg geben. Das Geld stammt aus der letztjährigen Weihnachtsaktion der SMV und kann aufgrund der hohen Erlöse aus dem Kuchenverkauf sogar nochmal um weitere 200 € aufgestockt werden. Die SMV bedankt sich bei allen Kuchenbäckern für die tollen Kuchenspenden, die von allen sehr gelobt wurden, bei der B11TW für ihren bemerkenswerten Einsatz bei der Aktion, bei allen weiteren Helfern für die tatkräftige Unterstützung und nicht zuletzt bei allen, die sich typisieren ließen oder die Aktion durch eine Spende unterstützten.

Lernzirkel zur Typisierungsaktion der DKMS

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Am 18. Februar 2016 fand an der Beruflichen Oberschule eine Typisierungsaktion zur Knochenmarkspende statt. Die Fachschaft Religion hat dazu einen multimedialen Lernzirkel erstellt. Mit dieser Unterrichtseinheit werden folgende Ziele verfolgt: Die Schüler sollen sich die wichtigsten Informationen über die Knochenmarkspende selbst erarbeiten und für das Thema sensibilisiert werden. Wichtigstes Ziel ist es, soziales Engagement zu zeigen und sich als Knochenmarkspender registrieren zu lassen, um so die Chance auf das Überleben von Blutkrebspatienten zu erhöhen. In diesem Schuljahr wurde dieser Lernzirkel bereits in 15 Klassen und damit bei rund 350 Schülern der Beruflichen Oberschule Cham eingesetzt.

100-Zoll-"Handys" im Klassenzimmer

Smartboards

Gehören auch an der Beruflichen Oberschule Cham die Unterrichtszeiten mit klassischer Tafel und Kreide schon bald der Vergangenheit an? Zumindest in zwei Klassenzimmern stehen nun schon einmal zwei stattliche interaktive 100-Zoll-Whiteboards zur Verfügung. Nach der Installation konnten die neuen Boards und die verfügbare Bediensoftware in der vergangenen Woche dem Kollegium von Fachoberschule und Berufsoberschule im Rahmen einer schulinternen Fortbildung vorgestellt werden. Andreas Ferstl von der Lieferfirma BV-comOffice, unter anderem Spezialist für Medien- und Infotechnologie, sowie Denis Standhardt von der Herstellerfirma i3-Technologies GmbH präsentierten verschiedene Softwareprodukte, die sich in Kombination mit den interaktiven Whiteboards besonders gut für den unterrichtlichen Einsatz eignen. Der große Vorteil: Das interaktive Whiteboard ermöglicht die Bedienung eines PC jetzt so, als würde man mit einen Smartphone oder einem Tablet arbeiten. Die Eingabe erfolgt über Stifte oder durch Fingerberührungen wie bei einem Touchscreen. Mit dem Tafelersatz ergeben sich vielfältige neue Möglichkeiten, den Unterricht noch interessanter zu gestalten. Vorbereitete Dokumente und Präsentationen können leicht nur durch Tippen oder Wischen mit dem Finger kommentiert und an die aktuelle Lernsituation angepasst werden. Cloud-basierte Software ermöglicht die Interaktion zwischen Schülerhandy einerseits und der Software des Whiteboards bzw. des daran angeschlossenen Lehrer-PCs andererseits. So könnten im Unterricht beispielsweise Quizfragen gestellt werden, die der Schüler mit seinem Handy beantwortet. Das Ergebnis wird dann gleich an der „Tafel“ dargestellt. Das Kollegium folgte den Ausführungen der beiden Referenten interessiert. Entsprechend ergaben sich zahlreiche Zwischenfragen, die sich auf konkrete Situationen im Unterricht bezogen. Herr Standhardt und Herr Ferstl präsentierten Möglichkeiten, wie diese Situationen mit der neuen Technologie umgesetzt werden können. Am Ende der Veranstaltung bedankten sich FOS-BOS-Systembetreuer OStR Gregor Schaffner sowie Schulleiterin OStDin Barbara Dietzko bei den beiden Referenten für die informative und kurzweilige Fortbildung sehr herzlich.

„Ich wusste nicht, was Sicherheit ist!“

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Für die Techniker-Klassen der FOS/BOS sowie die Schüler der Klasse F 12Sb organisierten die Lehrer Mühlbauer, Kaufmann, Gruber und Schreiner einen Projekttag zum Thema „Flüchtlingsproblematik“. Ziel hierbei war es, dieses Thema aus verschiedenen Perspektiven zu beleuchten, damit die Jugendlichen dafür sensibilisiert werden sollten, dass eine einfache Lösung, wie sie von unterschiedlichen Gruppen in der Gesellschaft propagiert wird, nicht durchführbar ist. Eingeladen wurden deshalb drei jugendliche „begleitete Flüchtlinge“, die seit neun Monaten in der Unterkunft in Bogen leben und neben Deutschunterricht inzwischen auch Praktika in unterschiedlichen Berufen ableisten dürfen. Sie vermittelten in wenigen Worten, was es für sie bedeutet, nach den Kriegsgräueln in der Heimat und einer monatelangen Flucht endlich Sicherheit in Deutschland gefunden haben. Alexandra Müller, eine Schülerin der Klasse F 12Sa, konnte diese Berichte als ehrenamtliche Helferin nur bestätigen. Aus dem Blickwinkel der Landespolitik referierte Dr. Gerhard Hopp über die Flüchtlingssituation, der durch seine Arbeit im Asylausschuss im Landtag über anstehende Probleme aus erster Hand berichten konnte. Claus Wich, der stellvertretende Sachgebietsleiter im Landratsamt Cham, legte den Schülern Zahlen, Daten und Fakten zur Flüchtlingsproblematik, insbesondere in Bezug auf die Flüchtlingszuteilung im Landkreis Cham vor. Über praktische Hilfe, wie Beratung oder Heimsuche, wusste schließlich Frau Johanna Gruber zu berichten, die als Sozial-Pädagogin im Auftrag des Diakonischen Werks Cham und Regen Flüchtlingsfamilien betreut. An den vielen Fragen, die die Schüler der FOS/BOS im Anschluss an die Referenten stellten, wurde deutlich, wie groß das Interesse ist, sich umfassend über die Flüchtlingsproblematik zu informieren und in Einzelfällen auch selbst als ehrenamtlicher Helfer in der Flüchtlingshilfe tätig zu werden.

Medien und Politik – Passt das zusammen?

Referenten Begrüßung Mediennutzung Referenten Workshop Workshop Schreibworkshop

Diese Frage stellten sich die Schüler der Beruflichen Oberschule Cham bei einem Projekttag. Den Schülern der Jahrgangsstufe zwölf der Fachoberschule wurde dabei ermöglicht, mit hochrangigen Vertretern der Regionalpolitik wie auch dem Redaktionsleiter des Bayerwald-Echos ins Gespräch über das Wechselspiel von Politik und Medien zu kommen. Zudem wurde mit Journalisten aus den verschiedensten Tätigkeitsfeldern der Alltag eines Journalisten thematisiert, und es entstanden in Schreibwerkstätten einige selbst verfasste Artikel.

Medientag der Beruflichen Oberschule Cham

Planspiel Börse

Medien spielen in unserem Alltag eine immer größere Rolle. Längst hat sich für diese Entwicklung der Begriff „Mediengesellschaft“ etabliert. Zu Beginn des neuen Schuljahres (Di., 16.09.2014) fand zum ersten Mal der Medientag an der Beruflichen Oberschule Cham statt. Kompetente Referenten informierten Schüler und Lehrer über ihre Fachgebiete, die zentral mit den neuen Medien verknüpft sind. Dabei erhielten die Zuhörer die Gelegenheit zu einer intensiveren Auseinandersetzung mit der sich ständig verändernden Medienwelt. „Medienkompetenz geht uns alle an. Wir müssen Games und Social Media zu Themen in den Familien machen“, so Matthias J. Lange, Blogger und Social Media-Experte von redaktion42 bei seinem Vortrag, der sich hauptsächlich mit dem Wandel in der Mediengesellschaft, den Chancen und Herausforderungen durch Facebook, Twitter und Co. sowie dem steigenden Einfluss von Videogames beschäftigte. Während früher Tageszeitungen, Zeitschriften, Radio und Fernsehen die einzigen Massenmedien waren, laufe diesen heute das Internet den Rang ab. „Die Gesellschaft ist gespalten in eine analoge und eine digitale Welt“, so Lange. Dabei zeigte er sich selbst durchaus angetan vom „Internet in der Hosentasche“. Gerade Jugendliche stehen darauf, „immer alle Freunde mit dabeizuhaben“. Eine Kehrseite davon sei aber die geringe Nachfrage der jungen Generation nach Tageszeitungen. Kritisch äußert sich Lange, der vor seiner selbstständigen Tätigkeit u. a. Chefredakteur verschiedener Computerzeitschriften war, auch über WhatsApp, denn dieser Dienst lasse sich im Grunde gar nicht ohne Datenschutzvergehen durch die User nutzen. Naivität sei vor allen gegenüber Google nicht angebracht. Denn die beliebteste Suchmaschine liefere nicht die Wahrheit, sondern nur einen Algorithmus der Wahrheit. Es werde nach den Vorlieben des Nutzers gefiltert, sodass alles vermeintlich „Unwichtige“ herausfalle. So ergebe die Suche nach „Gott“ bei Google völlig unterschiedliche Antworten – abhängig davon, ob der „Gottsucher“ in Nürnberg, Cham, Dubai oder als Mitarbeiter des Vatikans seine Anfrage gestartet habe. Ohne Tageszeitungen, die von den meisten jungen Menschen nicht mehr gelesen werden, lebten viele nur mehr in ihrer Filterblase. Nicht nur die neue Informationsvermittlung, sondern auch das geänderte Kaufverhalten versieht er mit kritischen Anmerkungen: Amazon mache die kleinen Läden nicht kaputt, sondern wir alle als Geiz-ist-Geil-Menschen! Auf der nachmittäglichen Lehrerfortbildungsveranstaltung thematisierte Lange u. a. den Einfluss der neuen Medien auf den Schulalltag. Mit einer provokanten Frage kommentiert er die 2015 auf den Markt kommende Google-Brille, für deren Technik sich mittlerweile auch namhafte Brillenhersteller interessierten: „Wie wollen Sie denn Ihre komischen Schulaufgaben schreiben, wenn ihre Schüler die Lösungen in der Brille haben?“ Das Thema Datenschutz rund um soziale Netzwerke sei für alle User interessant, so Lange weiter. Der Grund sei, dass die Standardeinstellungen zum Nutzerdatenschutz bei den meisten Netzwerken viel zu locker gesetzt sind. Wer nicht selbst nachjustiere, gebe weitaus mehr von sich preis, als er vielleicht möchte. So könnten zum Beispiel allzu freizügige Fotos oder die Dokumentation der jüngsten Party ein Problem beim nächsten Einstellungsgespräch werden – gerade für Jugendliche. Aber auch für Kinder stelle das wahllose Einstellen von Bildern eine Gefahr dar. Es obliege zumeist den Eltern, die entsprechenden Sicherheitseinstellungen vorzunehmen. „Und das geht nur, wenn sich Eltern damit auskennen!“, mahnte Matthias J. Lange von redaktion42. Martin Kriekhaus, Diplompsychologe von der Erziehungs-, Jugend- und Familienberatungstelle Cham, warnte in seinem Vortrag vor „Cybermobbing“ bzw. „Cyberbullying“. Ähnlich wie das klassische Mobbing stelle auch die Internetvariante zwar keinen Straftatbestand dar. Allerdings seien Schule und Arbeitgeber zum Opferschutz verpflichtet. Darüber hinaus könne dem Mobber ein Schulverweis oder die fristlose Kündigung drohen. Mobbing gebe es laut Kriekhaus überall – angefangen vom Kindergarten, über die Schule, Arbeitsplatz, Vereinsleben. Selbst in der Familie ist man davor nicht absolut gefeit. Es kann dabei unterschiedliche Formen annehmen: beleidigen, belästigen, bloßstellen, ausschließen, bedrohen – nicht selten sogar mit dem Tod. Unterschiedliche Motive führen zu Mobbing: Manchmal geht es um die Anerkennung der Gruppe, die Erhöhung des eigenen Selbstwertgefühls, bisweilen lassen sich Menschen aber auch aus der Angst heraus, selbst gemobbt zu werden, auf dieses perfide Spiel ein. Die Sozialpädagogin Claudia Streit von der Caritas Suchtambulanz referierte schließlich über das Suchtpotential der neuen Medien und insbesondere von Videogames. Dabei machte sie deutlich, dass nicht bereits die Freude an Computerspielen auf eine Abhängigkeit schließen lasse. Erst wenn z. B. Rauschzustände (ähnlich wie beim Konsum von nicht-virtuellen Suchtstoffen) und eine körperlich-seelische Abhängigkeit dazukommen, könne man von einer Sucht sprechen. Die Folgen einer Computerspielsucht sind in der Regel dramatisch: Sie reichen vom schulischen Versagen bis zum Verlust des Arbeitsplatzes und äußern sich auch körperlich im Abbau kaum beanspruchter Muskeln, in einem schlechten Hautbild, in Übergewicht und Schlafstörungen. Vor allem das Multiplayer Online Role-Playing Game “World of Warcraft” berge ein erhebliches Suchtpotential, wofür einem Zuhörer die Bezeichnung „Heroin des Computerspiels“ einfiel. Am Ende der Veranstaltung bedankte sich die Schulleiterin StDin Barbara Dietzko herzlich bei den engagierten Referenten für die lehrreichen und z. T. auch recht fesselnden Vorträge und überreichte ihnen ein kleines Dankeschön der Beruflichen Oberschule Cham.

Landkreissieg beim Planspiel Börse

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Drei Schülergruppen der Beruflichen Oberschule Cham schafften es beim Wettbewerb "Planspiel Börse" unter die fünf besten Plätze, das Team "Börsengang" holte sogar den Landkreissieg. Wir gratulieren zu diesen Erfolgen!

Nanotechnologie

Bildergalerie zur Informationsveranstaltung "Nanotechnologie" an der beruflichen Oberschule Cham:


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