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Fachbereich Pädagogik / Psychologie

Schlüsselqualifikationen im sozialen Sektor

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Zum letzten Mal seit ca. 20 Jahren verbrachten die drei elften Sozialklassen die letzten drei Tage des Schuljahres in der Jugendbildungsstätte Waldmünchen, um dort ihre Erfahrungen aus der fachpraktischen Ausbildung zu resümieren.
Auf dem Programm, welches Dr. Tanja Schedlbauer geplant hatte, standen die Reflexion der eigenen Stärken und Schwächen, aber auch die persönlichen Berufswünsche der Teilnehmer. Erarbeitet wurde: „Was sind Schlüsselqualifikationen? Wie werden sie erworben? Und warum werden sie auf dem Arbeitsmarkt immer wichtiger?“ Kleingruppen erstellten dazu medienorientierte Projekte zu den Perspektiven und Möglichkeiten für das Berufs- und Privatleben. Die präsentierten Ergebnisse ließen die Zuschauer staunen:
F 11Sa: Daniel, Tobias, Franziska, Chantal und Milena problematisierten in ihrem Stop-Motion-Film die dauernde Erreichbarkeit der Arbeitnehmer: From working 9 to 5 to 24/7. Die Foto-Story von Annalena, Irene, Lena, Lisa und Julian erläuterte den Wandel der Familie. Vanessa, Benedikt, Denis, Laura und Viola entwarfen ein Brettspiel, mit dem der Hunger in der Welt anhand überraschender Daten und Fakten thematisiert wird. Am Beispiel einer Frau aus Syrien stellten Pauline, Sylvan, Denise, Kristin und Mona das Thema Menschenrechte dar, indem sie Sequenzen aus dem Leben der Frau in Bildern zeichneten und diese zu einem Video zusammenfügten (draw your life).
F 11Sb: Kai, Marcel und Lea setzten sich mit der Medialisierung der Erziehung kritisch auseinander. Ihr Erklärvideo diskutiert mithilfe selbst gestalteter Grafiken und Animationen den Einsatz von Tablets im Kindergarten und den drohenden Verlust von sozialen Kompetenzen durch den steigenden Handykonsum. Der Radiobeitrag von Theresa, Merlin, Daniela und Nina bewertet die Erziehung zum Ungehorsam: Tragen Lehrer oder Eltern dafür die Verantwortung, dass Jugendliche lernen, kritisch nachzufragen? Tabea, Markus, Lucia, Annemarie und Yegor erstellten eine TV-Show als Videobeitrag. Darin bilanzierten sie die veränderten Rollen in den Familien wie z. B. die gleichgeschlechtliche Ehe und das damit verbundene Adoptionsrecht. In einem Theaterspiel inszenierten Angelika, Yasmin, Lea und Sebastian die Vernachlässigung der Erziehung und deren Folgen.
F 11Sc: Daniel, Matthias, Eva, Eva-Maria, Laura und Jasmin präsentierten einen Trailer zum Klimaschutz, in dem Ursachen, Statistiken, Lösungen und engagierte Stars recherchiert werden. Die Zeitung „JUBI NEWS“ brachten Laura, Lena, Stefanie, Lisa-Marie , Anna-Lena und Tamara heraus mitsamt selbst gestalteten Bilderstrecken und informativen Artikeln zum Thema Familien im Wandel. Den „demografischen Wandel und ich“ zeichneten und verfilmten als „Draw yor life“ Manuel, Kilian, Radu, Valentin, Thomas und Stefan. Und schließlich nahmen Sophia, Jonas, Anna, Selina und Sophia einen Radiobeitrag auf, der das Thema Menschenrechte unter den Aspekten Homosexualität und Rassismus durchleuchtete.
Wenn fast 70 Schüler mit derart unterschiedlichen Medien diese Vielfalt an Themen gleichzeitig bearbeiteten, dann gelang dies nur unter fachkundiger Anleitung unserer Teamer Martina Engelmaierova, Carina Mnich, Giulian-Andre Heine, Lucretia Penzenstadler, Lena Rüger und Maximilian Köppl. Nach den gelungenen Präsentationen folgte noch der gesellige Abschluss im Schlosskeller mit bester Stimmung – dank der live-Musik von Lukas Hofmann (F 12Sa).
Und im nächsten Schuljahr? – Wird es Projekttage im Juli für die 11. Klassen aller Ausbildungsrichtungen geben und ganz neu: Die fachpraktische Vertiefung im September und März ebenfalls in Form von Projekttagen an der Jugendbildungsstätte Waldmünchen.

Fit für alle Fälle

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SchülerInnen der Klassen F11Sa, Sb und Sc absolvierten beim Bayerischen Roten Kreuz in Cham den Kurs „Erste Hilfe am Kind“. Kindernotfälle bedeuten immer Stresssituationen. Dann gilt „Ruhe bewahren“, denn Stress überträgt sich auf das Kind. Welche Gefahrenquellen auf Spielplätzen, im Haushalt oder an Praktikumsstellen lauern, reflektierten die Kursteilnehmer. Präventive Maßnahmen schützen hier gleichermaßen wie theoretische Kenntnisse zur Ersten Hilfe. Diese wurden im Abschluss aber auch praktisch geübt unter der Aufsicht von Frau Filimon und Herrn Hilpl. Jetzt sind die FOS-Praktikanten fit für den Einsatz im zweiten Schulhalbjahr. Kinderkrippen, Kindergärten und Grundschulen sind inzwischen die am häufigsten gewählten Praktikumsstellen in der Ausbildungsrichtung Sozialwesen. Dort betreuen die PraktikantenInnen Kinder im Alter von 0 bis 10 Jahren. Dabei beaufsichtigen die SchülerInnen ihre Klienten oft bei Bewegungsspielen oder sportlichen Aktivitäten, welche stets ein Unfall- oder Verletzungsrisiko bergen. Deshalb sollten sie auch für Kindernotfälle geschult sein. Im Kurs „Erste Hilfe am Kid“ vermittelten Frau Filimon und Herr Hilpl vom BRK Cham dazu das theoretische Wissen. Sie informierten über Gefahrenquellen am Spielplatz, Vergiftungen und Atemnot. Die stabile Seitenlage und Herzdruckmassage folgten als praktische Übungen, wie die Fotos von der F11Sc dazu zeigen. Den Kurs absolvierten alle drei 11. Klassen Sozialwesen in Begleitung ihrer Lehrkräfte, Herrn Kaufmann, Frau Eisenhart und Herrn Bücherl, welcher die Kurse organisierte. Bleibt nur noch zu hoffen, dass der „Fall der Fälle“ an den Praktikumsstellen möglichst nicht eintritt.

Messe "Cham Sozial" – Sozialwesenklassen stark vertreten

ChamSozial ChamSozial ChamSozial

Unsere Schule nahm mit ca. 150 SchülerInnen aus der Ausbildungsrichtung Sozialwesen an der Messe "Cham Sozial" teil. Die Klasse F11 Sc hatte einen Ausstellerstand mit einer Präsentation zu den Praktikumsstellen und Lerninhalten des Pädagogik- und Psychologie-Unterrichts aufgebaut. Fünf Klassen besuchten neben den Messeständen Vorträge zu Hochschul- und Universitätsstudiengängen, welche unmittelbar an 12. und 13.Klasse Sozialwesen anschließen wie z.B. das Medizinstudium zum Facharzt für Psychiatrie, Pflege dual oder Gesundheitsmanagement an der THD Deggendorf oder Soziale Arbeit und Pflege an der OTH Regensburg. Professionell betreuten Katja Müller und Sophia Raab (F 12 S b) sowie Hofmann Lukas und Philipp Neuberger (F 12 S a) den eigenen Messestand. Engagiert informierten sie Messebesucher über ihre Erfahrungen an der FOS Sozialwesen. Ihnen, Frau Grosch und allen anderen, die zum Gelingen der Messe beigetragen haben, herzlichen Dank für ihren Einsatz!

„Klasse Klima im Dream Team“

Waldmünchen 2015 Waldmünchen 2015 Waldmünchen 2015 Waldmünchen 2015 Waldmünchen 2015 Waldmünchen 2015 Waldmünchen 2015 Waldmünchen 2015

Die letzten drei Schultage wurden für die Klassen F11Sa und F11Sb an der Jugendbildungsstätte Waldmünchen zu Projekttagen. Mit einem Blick zurück auf ihr abgeleistetes Praktikum schlossen sie damit zum einen ihre fachpraktische Ausbildung ab. Zum anderen reflektierten sie aber auch aktuelle Probleme und Herausforderungen der Gesellschaft und skizzierten außerdem zukünftige soziale und gesellschaftliche Entwicklungen. Unterstützt von Dr. Tanja Schedlbauer und ihren Teamern Martina Engelmaierova‘, Lucretia Penzenstadler, Lena Rüger, Kashiha Fellhauer und Tereza Behounkova‘ bilanzierten die Klassen F11Sa und F11Sb ihre fachpraktischen Erfahrungen. Zuerst reflektierten sie rückblickend auf die 18 Wochen Praktikum ihre Individual-, Fach-, Medien- und Sozialkompetenz, um dann im Niederseilgarten ihre Teamfähigkeiten unter Beweis zu stellen. Hier lernten sich die Schüler beider Klassen als wirkliches „Dream-Team“ kennen: In ihrer jeweiligen Klasse schafften sie es gemeinsam bis zu den schwierigsten Aufgaben. Alle durften ein „klasse Klima “ erleben. Tags darauf überraschten sie ihre Anleiter und Lehrkräfte mit aufwändig gestalteten Projekten, die sie abends in der Aula präsentierten. In arbeitsteiligen Gruppen visualisierten sie verschiedene Themen mit unterschiedlichen Medien: Eine Ausstellung zum Thema Gruppen am Rande der Gesellschaft dokumentierte z.B. welche Gruppen dort leben, welche „Steine“ ihnen im Weg liegen und mit welchen „stützenden Säulen“ sie Herausforderungen bewältigen können. Die Möglichkeiten der Vereinbarkeit von Familie und Beruf wurden ebenfalls unter dem Thema Studieren und Arbeiten mit Kind plakativ auf Pinnwänden verdeutlicht. Dass dabei auch an Social Freezing gedacht wird, thematisierte ein Stop-Motion-Film mit dem provozierenden Titel „Arbeiten/Studieren bis die Fruchtblase platzt“. Das Video „From Working“ zeigte die Veränderungen im Arbeitsalltag: Immer längere Arbeitszeiten und steigende stressauslösende Belastungen waren gut geschauspielert. Wie die globale Betreuungskette das Familienleben verändert, visualisierten die Teilnehmer als „Draw your life“ , einzelne Zeichnungen werden hier als Film zusammengesetzt: Eine Frau aus der Dritten Welt finanziert als Nanny in einer westlichen Familie die teure Bildung der eigenen Kinder - getrennt von ihnen. Mit dem gleichen Medium wurde die Biographie eines Flüchtlings dargestellt unter dem Motto „Haste nix, biste nix“. Ein Radiobeitrag vertonte den Umgang mit Stress, Druck und Konflikten in dem Sinn, dass „Kein Stress mit dem Stress“ aufkommt. Den Wandel der Rollenbilder in den Familien präsentierten die Teilnehmer schließlich gekonnt rhythmisch als Slam-Poetry mit dem Titel „Familie im Wandel“. Jedenfalls genossen nicht nur die Teilnehmer der beiden „Dream-Teams“ ihr „klasse Klima“, sondern es freuten sich auch die Teamer der Jugendbildungsstätte und die begleitenden Lehrkräfte, Herr Kaufmann und Frau Eisenhart, über die gelungenen Projekttage.

FOS-Schüler im Film „Suicide Club“

Suicide Club

Initiiert von der Erziehungsberatungsstelle besuchten die Klassen F10SW, F11W a und die Seminargruppe „Psychologie in Film und Literatur“ im Juli 2016 das Chamer Kino, um den Film „Suicide Club“ zu sehen. In dem Film erscheinen fünf Menschen mit völlig unterschiedlichen Persönlichkeiten auf einem Hochhausdach, um gemeinsam in den Tod zu springen. Sie wissen nichts voneinander. Ihre einzige Gemeinsamkeit ist der geplante gemeinsame Suizid. Jedoch zwingt sie eine absurde Verkettung von Geschehnissen ihren Plan bis zum Abend aufzuschieben, während sie gemeinsam auf dem Dach festsitzen. So beginnen sie, sich miteinander zu beschäftigen, aus anfänglicher Distanz und Ablehnung entwickelt sich eine ungeahnte Gemeinschaft. Unerwartete Herausforderungen schweißen sie zusammen und sie beginnen, das Leben völlig neu zu entdecken. Empathisch verstehen und stützen sie sich gegenseitig, bis ihnen der Suizid als Lösung ihrer Probleme abstrus erscheint. Die anschließende Diskussion des Filmes leiten Frau Feiler-Ortwein von der Erziehungsberatungsstelle (EZB) und Herr Metz, der Mitproduzent des Werkes. Dieser gibt interessante Einblicke zur Entstehung des Films, den Dreharbeiten und Abänderungen des Drehbuchs. Die Leiterin der EZB verdeutlicht während der Gesprächsrunde den Umgang mit Krisensituationen verschiedenster Art und weist Bewältigungsmöglichkeiten und Hilfsangebote bei belastenden Lebenssituationen auf. So verlassen die Teilnehmer das Kino mit dem Appell einander gut zuzuhören und aufeinander zu achten.


FOS-Schüler im Kinofilm „Vincent will meer“

Waldmünchen 2015

Im Rahmen der Oberpfälzer Psychiatrietage nutzten zwei 13. Klassen der Staatlichen Fachoberschule Cham die Gelegenheit, den Film „Vincent will meer“ im Chamer Kino zu sehen. Im Zentrum des Films agieren drei junge Menschen, die von unterschiedlichen psychischen Störungen betroffen sind - dem Tourette-Syndrom, einer Magersucht und einer Zwangsneurose. Nicht nur die Erscheinungsformen und Symptome dieser Krankheiten, sondern auch deren Behandlung sowie die Reaktionen der Umwelt auf die Verhaltensmuster der Betroffenen werden deutlich. Der Film trifft damit unmittelbar die Inhalte des Psychologieunterrichts an der FOS. Zusätzlich wählten einige der Teilnehmer die Seminargruppe „Psychologie in Literatur und Film“ als Schwerpunkt ihres Seminarfachs in der 13. Klasse. Hier entwickeln die Schüler der Fachoberschule wissenschaftliche Themafragen zu Filmen, die sie zum Gegenstand ihrer Seminararbeit machen und mit Theorien aus der Psychologie klären. In der anschließenden Diskussion standen Herr Rießelmann von der Psychosozialen Arbeitsgemeinschaft Cham , Frau Streit von der Caritas Fachambulanz für Suchtprobleme und Herr Kriekhaus von der Erziehungsberatungsstelle gerne ausführlich Rede und Antwort zu Fragen der Suchtprävention, zu ersten Indizien psychischer Krankheiten und zu regionalen Hilfsangeboten. Die Caritas bietet auch eine anonyme Online-Beratung an. Immerhin ist die Hälfte der Bevölkerung einmal in ihrem Leben von einer psychischen Störung betroffen. Deshalb ist es wichtig, psychische Erkrankungen genauso zu akzeptieren wie körperliche. Denn auch hier gilt: Je früher eine fachgerechte Behandlung beginnt, umso besser sind die Heilungschancen – ein wichtiger Beitrag zur Allgemeinbildung der FOS-Schüler.